Onlineshopping zum Anfassen

„Zu verkaufen“-Schilder statt der neusten Mode in der leergefegten Fußgängerszone: Jahrelang lag die Befürchtung in der Luft, dass der Onlinehandel den Tante-Emma-Laden von nebenan komplett verdrängt. Zwar ist der Online-Trend unverändert groß, während Einzelhändler teils um jeden Kunden kämpfen. Dennoch sind Experten sich sicher: Kunden wollen kein Entweder-Oder, vielmehr sollten Händler auf Multichannel-Konzepte setzen. Wessen Handelsfläche gerade eine Leerstandsphase hat, für den könnten die lokalen Filialen von Onlinehändlern, die Lösung sein.

IKEA hält nicht länger am gewohnten Verkaufskonzept fest. Die Reise durch das bis ins Detail durchgestylte Möbelhaus ist nicht mehr die einzige Möglichkeit, sich den schwedischen Einrichtungsstil nach Hause zu holen. Hemnes, Kallax, Malm und Co können mittlerweile auch bequem per Mausklick bestellt werden. Selbst die Lebensmittelbranche setzt immer stärker auf den Onlinevertrieb. Einer Statista-Umfrage zufolge bestellt bereits jeder dritte Deutsche Lebensmittel online.

Doch der Trend funktioniert auch andersherum. Online bekannt gewordene Unternehmen wie MyMüsli, MyToys oder Mr. Spex setzen schon seit längerem auf den Filialbetrieb. Nun gesellen sich auch Onlinegrößen wie Zalando oder Notebooksbilliger.de dazu. In den USA gibt es bereits die ersten Amazon Buchläden und Möbelgeschäfte und auch in Deutschland wagt Amazon sich mit einem Store in Oberhausen ins Einkaufszentrum. Auf einer kleinen Verkaufsfläche stellt der Konzern dort seine Eigenprodukte wie Alexa, Echo und Fire TV vor.

Die Anforderungen, die sich an die lokalen Gewerbeimmobilien der Internethändler stellen, sind andere, als die des klassischen Einzelhandels. Online und Offline-Vertrieb müssen gut miteinander vernetzt sein. Statt überladene Geschäfte mit einer möglichst großen Auswahl, setzt man auf minimalistisch ausgestattete Showrooms, in denen die persönliche Beratung im Vordergrund steht. Was im Geschäft nicht vorrätig ist, kann online schnell bestellt werden – entweder in den Laden oder direkt nach Hause.

Standorte können so von der Präsenz der Onlinehändler profitieren, die in den lokalen Filialen einen Vorteil durch ihre Bekanntheit aus dem Internet haben. So könnten es namhafte Onlinegrößen auch schaffen sich an Standorten zu halten, die sonst prädestinierte Leerstände sind. Die Ansiedlung neuer Geschäfte macht auch Wohnlagen attraktiver. Denn eine gute Lage definiert sich laut Gabler Wirtschaftslexikon unter anderem auch durch gute bis sehr gute Einkaufsmöglichkeiten.

Gleichzeitig zeigen Studien laut e-tailment.de, dass der Online-Umsatz in Regionen steigt, in denen eine stationäre Filiale eröffnet wurde. So profitieren auch die Onlinehändler von lokalen Filialen. Gerade kleinere Unternehmen, können ihren Bekanntheitsgrad so steigern. Kunden kaufen nicht mehr nur über eine Plattform. Sie informieren sich online und kaufen dann im Geschäft nebenan. Onlinehändler, die auch eigene Filialen betreiben, verringern so ihr Risiko, potenzielle Kunden an die lokale Konkurrenz zu verlieren.

Sie haben eine Ladenfläche zu verkaufen und suchen nach dem richtigen Käufer? Wir unterstützen Sie beim kompletten Verkaufsprozess.

 

 

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So wählen Sie den passenden Käufer für Ihre Immobilie aus

Käufer für Immobilie finden

Am Immobilienmarkt ist die Hölle los. Wer ein Haus verkauft hat schnell eine Traube an Kaufinteressenten vor der Tür stehen und steht vor der Qual der Wahl. Welche Interessenten meinen es wirklich ernst und können sich Ihre Immobilie leisten? Wir zeigen, wie Sie bei der Auswahl vorgehen.

Schritt 1: Besichtigungstourismus verhindern

Nicht jeder Interessent, der sich auf Ihr Angebot meldet, ist auch wirklich an einem Kauf interessiert. Um sogenannten Besichtigungstourismus zu vermeiden und nur Leute ins Haus einzuladen, die nach Betrachten des Exposés ernsthaft über einen Kauf nachdenken, ist es wichtig, schon hier Kriterien für eine Vorauswahl zu haben. Vollständige Kontaktdaten sollten daher ein Muss sein. Auch bietet es sich an, die Kaufinteressenten einen Fragebogen ausfüllen zu lassen, in dem Sie bereits erste Angaben zu einziehenden Personen, Preisvorstellungen und Finanzierungsmöglichkeiten beantworten. Wer hier nur vage Angaben macht und am liebsten anonym bleiben möchte, ist höchstwahrscheinlich kein ernstzunehmender Kaufinteressent. Auch mit Online Tools wie 360 Grad Besichtigungen, bei denen die Interessenten ihre Kontaktdaten hinterlegen müssen, lässt sich bereits eine Vorauswahl treffen.

Schritt 2: Mit der Bonitätsprüfung aussieben

Wenn nach den Besichtigungen mehrere Interessenten übrigbleiben, ist es entscheidend zu wissen, ob diese sich die Immobilie tatsächlich leisten können. Denn natürlich ist das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Käufers, dass er zahlungsfähig ist. Um die Bonität zu prüfen haben Sie mehrere Möglichkeiten.  Zunächst einmal geben Wirtschaftsauskunfteien wie die Schufa Holding AG Informationen über die Zahlungsfähigkeit und Verschuldung einer Person. Als Privatverkäufer ist es jedoch schwierig, an diese Auskünfte heranzukommen. Die Kaufinteressenten müssen Ihnen also eine Selbstauskunft zukommen lassen. Weitere Beispiele für Wirtschaftsauskunfteien sind Bürgel und Creditreform. Diese geben außerdem Auskunft über bereits bestehenden Immobilienbesitz und eine allgemeine Beurteilung der Finanzlage. Neben den Daten, die Sie auf diesem Wege erhalten bietet es sich außerdem an, eine Auskunft über die Vermögenswerte Ihrer Interessenten zu verlangen. Dazu zählen Konto- und Depotauszüge, aber auch Geschäftsunterlagen. Das wichtigste Kriterium ist letztendlich jedoch die Finanzierungszusage der Bank. Achten sie dabei unbedingt darauf, dass der Kredit spezifisch für den Kauf Ihrer Immobilie bewilligt wurde. So gehen Sie sicher, dass der Interessent damit nicht am Ende ein anderes Objekt abzahlt.

Schritt 3: Kriterien für die finale Auswahl

Am Ende kann es nun sein, dass noch immer zwei oder sogar mehr zahlungsfähige Kaufinteressenten vor Ihnen stehen. Wie treffen Sie hier Ihre Entscheidung? Die einfachste Variante ist wohl das „First-Come-First-Serve“-Prinzip: Wer als Erstes mit einem abgesicherten Kaufangebot auf Sie zukommt, bekommt die Immobilie. Sie sind allerdings nicht daran gebunden, an den schnellsten Bieter zu verkaufen, sondern völlig frei in Ihrer Auswahl. Einen Sympathie-Bonus kann Ihnen dementsprechend genauso wenig zur Last gelegt werden wie eine Entscheidung per Los. Außerdem können Sie Ihre Wahl davon abhängig machen, wie gut die neuen Bewohner in die Nachbarschaft passen. Beim Verkauf einer Wohnung im Mehrfamilienhaus ist es oft sogar üblich, dass die Eigentümergemeinschaft den Käufer vorher absegnen muss. Vorsichtig sollten Sie jedoch bei zusätzlichen Zahlungen sein. Zwar ist es legitim, an den Meistbietenden zu verkaufen, allerdings dürfen Sie keine Zusatzzahlungen entgegennehmen, die nicht im Kaufvertrag aufgeführt werden. Sonst gibt es schnell Probleme mit dem Finanzamt.

Sie brauchen Hilfe bei der Wahl eines passenden Käufers für Ihre Immobilie? Wir unterstützen Sie gerne und übernehmen die Bonitätsprüfung für Sie.

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Was Sie zum Thema Grundbuch wissen müssen – Teil 2: Erbe

Grundbuch Erbe

Jeder der eine Immobilie besitzt, muss im Grundbuch eingetragen sein. Allerdings wissen die wenigsten Hauseigentümer, warum die Einträge so wichtig sind. Fehlinformationen können nämlich verheerende Folgen nach sich ziehen. Daher ist es wichtig diese zu verstehen und richtig zu nutzen um später keine bösen Überraschungen zu erleben. In unserer 3-teiligen Serie zum Grundbuchauszug, haben wir alles Wissenswerte für Sie zusammengefasst.

von Johanna Böhnke

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Umzug im Alter: Was passiert mit meinen Möbeln?

Umzug im Alter Möbel

Die Schrankwand im Wohnzimmer voller Fotos und Erinnerungen, der große Esstisch in der Küche, an dem Sonntags die ganze Familie zusammenkommt und die geräumige Eck-Couch, auf der Sie so viele Abende verbracht haben: Wenn Sie sich im Alter entscheiden, das eigene Haus gegen eine altersgerechte Wohnung zu tauschen, können Sie die meisten Möbel, die Sie Jahrzehnte lang begleitet haben, nicht mitnehmen. Was aber passiert damit? Wir haben vier Möglichkeiten zusammengefasst und erklären, worauf es dabei ankommt.

Möbel verkaufen, aber richtig

In Ihrem Haus befindet sich sicherlich das eine oder andere Möbelstück, für das Sie beim Verkauf noch viel Geld bekommen können. Mit etwas Glück, können Sie in einem Antiquariat sogar mehr verlangen, als Sie ursprünglich gezahlt haben. Doch den richtigen Käufer zu finden, ist gar nicht so einfach. Online können Sie Ihre Möbel zum Beispiel über eBay Kleinanzeigen verkaufen. Hierfür ist es wichtig sich etwas Zeit zu nehmen: Sie müssen Fotos machen, Ihre Möbel auf der Seite inserieren und warten bis sich ein Käufer findet.

Für die Fotos brauchen Sie keine professionelle Fotokamera: Handyfotos reichen vollkommen aus. Dabei sollten Sie bloß darauf achten, bei gutem Licht zu fotografieren und ihre Möbel möglichst ordentlich und frei von Deko in Szene zu setzen, damit Interessenten genau erkennen, was sie bekommen.  Zwar ist es verlockend, einfach alle Möbel als Paket anzubieten und sich so Zeit zu sparen. Tatsächlich finden Sie jedoch leichter Käufer und bekommen einen höheren Preis heraus, wenn Sie alle Möbel einzeln anbieten.

Die Alternative ist ein Trödelhändler. Der kommt zu Ihnen nach Hause und spart Ihnen somit Zeit, wird aber höchstwahrscheinlich versuchen, Sie so weit wie möglich herunterzuhandeln. Informieren Sie sich außerdem unbedingt im Vorab, ob es sich um einen seriösen Händler handelt, schließlich lassen Sie hier einen Fremden in Ihr­­­­ Haus.

Möbel verschenken, spenden und in guten Händen wissen

Sie wollen selbst keinen Gewinn mehr machen, aber Ihre Schätze trotzdem in guten Händen wissen? Dann bietet es sich an, sie zu verschenken oder zu spenden. Fragen Sie im Bekanntenkreis nach, ob jemand Interesse hat oder wenden Sie sich direkt an eine Spendenorganisation. Informationen über Organisationen in Ihrer Stadt finden Sie zum Beispiel beim DRK oder bei der Agentur für Arbeit. Und auch hier gibt es die Möglichkeit die Möbel online über Plattformen wie eBay Kleinanzeigen einzustellen und zu verschenken. Eine Alternative sind Flohmarkt-Facebook-Gruppen. Die gibt es lokal in den meisten Städten.

Scheuen Sie sich dabei nicht, auch Möbelstücke einzustellen, die nicht mehr im perfekten Zustand sind. Was für Sie wertlos erscheint, kann für andere ein wahrer Schatz sein. Viele junge Leute kaufen gezielt antike Möbel, um sie durch Bastelaktionen aufzuwerten und ihnen einen modernen Flair zu verleihen. Dieser Trend nennt sich „Upcycling“. Um gezielt Leute anzulocken, die sich dafür interessieren, können Sie den Begriff „Upcycling“ direkt in der Beschreibung Ihrer Möbel verwenden.

Win-Win für alle: Entrümplung den neuen Käufern überlassen

Beim Hausverkauf können Sie natürlich auch im Kaufvertrag eine Einigung mit den Käufern treffen: Sie überlassen den neuen Besitzern die Möbel. Die entscheiden nun selbst, welche davon sie behalten wollen. Bei dem Rest kümmern sie sich selbstständig um die Entsorgung. So profitieren beide Seiten: Ihre Käufer erhalten kostenlos neue Möbel und sie selbst haben keinen Stress bei der Entsorgung. Sollten Ihre Möbel in keinem guten Zustand mehr sein, können Sie alternativ auch einen verringerten Kaufpreis anbieten, wenn die neuen Bewohner sich um die Entrümplung kümmern.

Schnell und einfach: Entsorgung durch das Umzugsunternehmen

Machen sie Ihren Umzug nicht alleine, sondern haben dafür ein Unternehmen beauftragt? Dann scheuen Sie sich nicht zu fragen, ob dieses auch die Entsorgung alter Möbel für Sie übernimmt. Viele Umzugsunternehmen bieten diesen Service an und verkaufen Ihre Möbel entweder weiter oder bringen Sie für eine Gebühr zum Recycling-Hof. So sparen sie sich zwar nicht die Entsorgungskosten, können aber direkt alles an einem Tag erledigen und haben selbst keinen Aufwand.

Sie wollen Ihr Haus verkaufen und sind sich noch nicht sicher, was Sie mit Ihren Möbeln machen können? Wir beraten sie gerne über Ihre individuellen Möglichkeiten.

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Kein Stress mit den Nachbarn beim Wohnungsverkauf

Wohnungsverkauf Nachbarn

Nachbarn können ziemlich nervig sein – und das selbst noch, wenn Sie bereits ausziehen und Ihre Wohnung verkaufen wollen. Denn je nach Vereinbarung können sie Ihnen laut Wohnungseigentumsgesetz (WEG) auch bei der Käufersuche einen Strich durch die Rechnung machen. Doch wie verkaufen Sie Ihre Wohnung ganz ohne Stress?

Die Regelung, die für Sie problematisch werden könnte, nennt sich Veräußerungsbeschränkung. In vielen Eigentümergemeinschaften sind Sie davon jedoch gar nicht betroffen. Ein Blick in die Gemeinschaftsordnung oder das Grundbuch lohnt sich. Dort muss eine Veräußerungsbeschränkung nach § 12 WEG nämlich festgehalten werden. Wenn das nicht der Fall ist, können Ihre Nachbarn sich noch so sehr über Ihre Kaufinteressenten beschweren – ein Mitspracherecht haben Sie nicht. Das gilt auch, wenn diese Einschränkung nur in der Gemeinschaftsordnung steht. Erst durch den Eintrag ins Grundbuch wird die Veräußerungsbeschränkung rechtskräftig.

Sollte das der Fall sein, ist die Zustimmung der restlichen Eigentümer bei einem Verkauf unerlässlich. Erst wenn dies vorliegt, ist der Vertrag, den Sie mit Ihrem Käufer abschließen auch tatsächlich wirksam. Der § 12 WEG dient nämlich dem Zweck, den restlichen Eigentümern die Möglichkeit zu geben, den Kauf einer Wohnung durch einen als problematisch eingestuften Interessenten zu verhindern.

Aber keine Angst: Ihr spießiger Nachbar, dem sowohl Familien mit Kindern als auch Singles, die ständig Partys feiern, zu laut sind, kann nicht grundlos jeden Interessenten ablehnen. Um vom § 12 WEG Gebrauch zu machen, muss nämlich ein einschlägiger Grund vorliegen. Außerdem ist die Meinung eines einzelnen Nachbarn meist auch nicht ausschlaggebend für den Entscheid. Es gibt insgesamt drei verschiedene Verfahren, wie die Eigentümergemeinschaft über den Verkauf entscheiden kann. Welches davon zutrifft, sollte ebenfalls im Grundbuch festgehalten sein.

  1. Alle Mitglieder entscheiden über den Verkauf
  2. Eine Mehrheitsentscheidung entscheidet über den Verkauf
  3. Nur die Hausverwaltung entscheidet über den Verkauf

Bevor Sie mit dem Verkaufsprozess Ihrer Wohnung beginnen, empfiehlt es sich zu prüfen, ob Sie von einer Veräußerungsbeschränkung betroffen sind und wie über diese entschieden wird. Sonst können Sie spätestens beim Notartermin eine böse Überraschung erleben. Es empfiehlt sich daher, einen Immobilienexperten mit dem Verkauf Ihrer Wohnung zu betreuen. So haben Sie jemanden, der sich rechtlich auskennt und Ihnen bei der Auswahl des richtigen Käufers hilft. Denn wenn Sie einen passenden Kaufinteressenten finden, wird es den restlichen Eigentümern schwerfallen stichhaltige Argumente gegen den Verkauf zu finden.

Sie wollen Ihre Wohnung im Mehrfamilienhaus verkaufen und dabei keinen Fehler machen? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir stehen Ihnen jederzeit zur Seite.

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Geld verdienen mit dem eigenen Strom

Windrad im Garten, Solaranlage auf dem Dach, Blockheizkraftwerk im Keller – Immer mehr Deutsche wollen die steigenden Stromkosten nicht mehr mitmachen und suchen Wege, um sich von den Energiekonzernen unabhängig zu machen. Durch neue Technologien und Konzepte lassen sich nicht nur Stromkosten sparen. Mit der Erzeugung von Strom lässt sich sogar Geld verdienen.

Neben der Einspeisung ins Stromnetz oder dem Handeln an der Strombörse lässt sich auch mit dem Teilen von Strom Geld verdienen. So wie Autos bei Car-Sharing oder Wohnungen bei AirBnB lässt sich inzwischen auch Strom teilen. Immer mehr private Haushalte produzieren ihren eigenen Strom mit Solar- oder Windkraftanlagen oder Blockheizkraftwerken. Dabei versorgen manche nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Möglich ist das durch zwei neue Entwicklungen:

1. Internetplattformen für Strom-Sharing

Die Digitalisierung ermöglicht die intelligente Vernetzung von privaten Stromerzeugern. Anbieter wie „sonnen“, „enyway“, „buzzn“ oder „beegy“ bringen private Stromproduzenten und Verbraucher zusammen. Auf den Internetplattformen können Produzenten ihren überschüssigen Strom verkaufen. Das rentiert sich mehr als die Vergütung, die der private Stromerzeuger durch die Einspeisung ins Stromnetz erhält.

2. Effizientere Batteriespeicher

Die meisten Menschen sind nicht zu Hause, wenn mittags die Sonne für viel Strom sorgt. Sie können ihn also nicht verbrauchen. Abends, wenn es dunkel ist, wird mehr Strom verbraucht, aber die Sonne scheint nicht mehr. Effizientere Batterien machen es möglich, die Energie vom Mittag für den Abend zu speichern. Und das lässt sich noch erweitern: Batterien, die freie Kapazitäten haben, weil gerade keine Sonne scheint und kein Wind weht, können den überschüssigen Strom speichern, der dort entsteht, wo gerade Sonne und Wind im Überfluss vorhanden sind. Mitglieder der „sonnenCommunity“ erhalten sogar dauerhaft kostenfreien Strom zur Deckung des Eigenbedarfs, wenn sie ihre „sonnenBatterien“ dem öffentlichen Stromnetz als kurzfristigen Zwischenspeicher zur Verfügung stellen.

Das Ganze funktioniert dann folgendermaßen: Durch intelligente Stromzähler – sogenannte Smart Meter – kann eine Software zu jeder Zeit erkennen, wie viel Strom produziert und verbraucht wird. Ist zu viel Strom vorhanden, kann er in den Batterien gespeichert werden. Besteht dagegen eine hohe Nachfrage, kann der Strom aus den Batterien ins Netz gespeist werden. So wird sichergestellt, dass immer ausreichend Energie verfügbar ist.

Die Demokratisierung der Stromversorgung hat begonnen. Ist das das Ende der Energieriesen?

Benötigen Sie einen Energieausweis oder eine Energieberatung? Kontaktieren Sie uns! Wir helfen Ihnen gern.

 

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