Der Einzelhandel kehrt zurück

Lange Zeit wurde darauf verzichtet. Jetzt wird dieses Konzept allmählich wiederentdeckt: Der Einzelhandel kehrt in die Wohntürme zurück. Wo in der Vergangenheit reine Wohnhäuser gebaut wurden, entwerfen heute moderne Projektplaner und Quartiersentwickler wieder Immobilien mit Platz für Gewerbe. Dabei kommt es auf einen guten Mix an.

Immer öfter befinden sich die Einkaufsmöglichkeiten wie Supermärkte oder Boutiquen nicht mehr ein paar Straßen weiter in einem Flachbau oder im Einkaufszentrum. Die gefragten und sich entwickelnden Quartiere wie die Europacity in Berlin, das Europaviertel in Frankfurt, die Hafencity in Hamburg oder der Medienhafen in Düsseldorf sind keine reinen Wohngebiete mehr. Hier entstehen Gebäude, die Wohnen und Gewerbe verbinden.

Denn die Ansprüche an moderne Quartiere sind gewachsen. Wohnen, Arbeit und Freizeitgestaltung werden immer mehr „zusammengedacht“. Inzwischen wird nicht mehr nur Platz für Geschäfte oder gute Restaurants im Erdgeschoss eingeplant. Der Trend geht zu sogenannten „Amenities“. Hierbei handelt es sich um Gemeinschaftsräume und Service-Leistungen wie ein Fitnessstudio, ein Wellnesscenter, ein Concierge, der Pakete annimmt, oder eine Dachterrasse, die für Veranstaltungen gebucht werden kann. Aber auch Kinos, Apotheken oder Bars ziehen in die neuen Wohngebäude ein.

Da erkannt wurde, dass es auf die Mischung in den modernen Quartieren ankommt, wird bei der Planung auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Wohn- und Bürogebäuden geachtet. Dazu beschäftigen sich Quartiersentwickler detailliert mit Mikro- und Makrostandort. Hier ist wichtig: Wie ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, Autobahn, Bahnhof oder Flughafen? Welche Arbeitgeber sind vor Ort oder daran interessiert, dort einen Firmenstandort zu errichten? Möchten die Mitarbeiter hier überhaupt in der direkten Umgebung ihrer Büros leben?

Hier kommt es besonders auf die Zielgruppe an. Arbeiten die Leute hier dauerhaft oder nur projektweise? Für die Zielgruppe, die nur projektweise in dem neuen Quartier beschäftigt ist, bieten sich Service-Apartments an. Das sind kleinere möblierte Wohnungen, die den Service eines Hotels mit den Vorteilen einer eigenen Wohnung verbinden.

Zudem sind die modernen Quartiere auch interessant für überregionale und ausländische Zielgruppen. Durch die gestiegenen Bau- und Grundstückskosten hat sich auch die Klientel für Neubauwohnungen in zentralen Metropollagen geändert. Hier reicht eine einfache Ausstattung oder weite Wege zu Arbeitsplatz oder Geschäften nicht aus. Bei modernen Wohnungen und Umgebungen spielen Lebensqualität und Effizienz eine herausgehobene Rolle.

Deshalb kommt es bei der Entwicklung eines Quartiers, in dem viele Leute wohnen und viele Unternehmen ihren Sitz haben möchten, auf eine gute Standortanalyse an. Wohnquartiere sind heute ohne Flächen für Gewerbe kaum noch denkbar.

Möchten Sie wissen, wie gut der Standort Ihrer Immobilie ist? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

 

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Wie Immobilienbesitzer ihre Rente aufbessern können

Rente aufbessern

Das Thema Altersarmut ist in den Köpfen der Deutschen schon lange präsent. Jeder zweite 55- bis 64-jährige Arbeitnehmer soll einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge nicht genügend Rente erhalten, um den aktuellen Lebensstandard zu halten. Durchschnittlich 700 Euro im Monat sollen fehlen. Für Immobilienbesitzer bieten sich spannende Möglichkeiten, um die staatliche Rente aufzubessern.

Bessere Rente durch Immobilienverrentung

Mittlerweile gibt es viele Programme, die eine Lösung für das sinkende Rentenniveau suchen. Eines davon ist die Immobilienverrentung. Hier verkaufen Rentner ihre Immobilie, behalten aber ein lebenslanges oder zeitlich begrenztes Wohnrecht. Der Kaufpreis wird meist in monatlichen Abschlägen gezahlt, die der Bewohner als Rente nutzen kann. Die Miete, die er dem neuen Eigentümer zahlen muss, wird hiervon bereits abgezogen. Gerade für Rentner, die nicht vorhaben, Ihre Immobilie an ihre Kinder zu vererben, ist dieses Modell besonders praktisch. Was die Zahlungen betrifft, so gibt es hier verschiedene Optionen. Rentner können selbst überlegen, ob sie lieber eine große Einmalzahlung oder höhere monatliche Zahlungen möchten.

Vom Geld aus dem Immobilienverkauf leben

Wer ohnehin vorhat, in eine kleinere, altersgerechte Wohnung zu ziehen, für den bietet es sich eher an, das Haus zu verkaufen. Eine kleinere Wohnung kostet meist weniger und die Miet- oder Kaufkosten können so mit dem Geld aus dem Verkauf gedeckt werden. Zusätzlich bleibt noch Geld für den Lebensunterhalt übrig. Wichtig für Verkäufer ist es hierbei, das Geld gut anzulegen, damit sie möglichst lange davon leben können.

Eine gute Möglichkeit, das eigene Haus gegen eine kleinere Wohnung zu tauschen, besteht zum Beispiel in einem sogenannten Wohnungstausch. Schließlich gibt es auch viele junge Familien, denen die Wohnung mit den Kindern zu klein wird und die sich über den zusätzlichen Platz im Eigenheim freuen. Hierfür sollten Sie sich am besten an einen Makler wenden. Der gleicht die Interessen beider Seiten ab und findet so die passenden Tauschpartner.

Durch Untervermieten Geld verdienen

Gerade in größeren Städten, in denen es viele Studenten und Touristen gibt, haben viele Senioren Zeitwohnplattformen wie Airbnb für sich entdeckt. Hier vermieten sie die leeren Zimmer ihrer mittlerweile erwachsenen Kinder unter. Das bringt nicht nur einen guten Nebenverdienst, sondern sorgt auch noch für viele soziale Kontakte und einen Austausch zwischen den Generationen. Da Sie hier Fremde in die eigenen vier Wände lassen, ist es wichtig die Mieter vor der Zusage genau zu prüfen. Auf Onlineplattformen können Sie zum Beispiel schauen, wie die Bewertungen des Mieters ausfallen. Außerdem sind hier unbedingt die rechtlichen Auflagen zu beachten. In vielen Städten gibt es zum Beispiel ein Zweckentfremdungsgesetz. Die Einnahmen aus der Vermietung sind zudem steuerpflichtig.

Sie wollen Ihre Rente aufbessern und sind sich noch unsicher, welche der hier aufgezählten Optionen die beste für Sie ist? Oder haben Sie konkrete Fragen zu einer der Möglichkeiten? Dann kontaktieren Sie uns gerne.

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Zahl des Monats

84 %

Mehr als vier Fünftel der Deutschen möchten lieber in den eigenen vier Wänden wohnen als zur Miete. Und das sagen nicht nur jene an, die noch zur Miete wohnen, sondern auch jene, die bereits ihr Eigenheim besitzen und die Kaufentscheidung nicht bereuen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für Spiegel Online.

Mehr als jeder Dritte unter den 30 bis 39 Jährigen plant laut der Umfrage in den nächsten fünf Jahren eine Wohnung oder ein Haus „auf jeden Fall“ oder „eher“ zu kaufen. Und das, obwohl allen Befragten klar ist, dass die aktuellen Preise am Immobilienmarkt hoch sind. Obwohl EU-weit die Wohneigentumsquote in Deutschland am niedrigsten ist und nur etwa jeder zweite im Eigenheim wohnt, hegt die Mehrzahl der Deutschen doch den Wunsch nach dem eigenen Häuschen.

 

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Immobilie inserieren! – Aber wo?

Wer früher ein Haus verkaufen oder vermieten wollte, der hat ganz einfach ein Inserat in die Zeitung gesetzt. Heute läuft das anders ab. Immobilienportale, Facebook-Anzeigen und -Gruppen sind die modernen Wege, um die eigene Immobilie an den Mann oder die Frau zu bringen. Aber welche dieser zahlreichen Plattformen eignet sich für Sie am besten?

Immobilienscout24 ist wohl das bekannteste der Immobilienportale im Internet. Dementsprechend sind hier auch die meisten Mieter und Käufer unterwegs. Das hat seine Vor- und Nachteile. In Zeiten, in denen die Nachfrage sehr viel höher ist als das Angebot, kann die Wahl eines weniger bekannten Portals zu einer gewollten Selektion führen. Hinzukommt, dass verschiedene Plattformen unterschiedliche Preise für eine Anzeige nehmen. Bevor Sie sich für eine entscheiden, lohnt es sich also Preise zu vergleichen. Welches Portal letztendlich das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet hängt auch von der Laufzeit der Anzeige und weiteren gebotenen Services ab. Interessante Alternativen zu Immoscout sind unter anderem Immowelt, Immonet und eBay Kleinanzeigen.

Bei der Vermietung reicht es gerade in den Ballungsgebieten aus, nur auf einem Portal zu inserieren, für Verkäufer hingegen ist es ratsam, das Angebot auf mehreren Seiten zu streuen. Schließlich ist der Hauskauf eine Angelegenheit, die Interessenten sich gut überlegen. Aus unzähligen Anfragen ist am Ende somit oft nur ein Bruchteil tatsächlich an der Immobilie interessiert.

Eine interessante Alternative zu den speziell auf Immobilien fokussierten Portalen können Facebook-Anzeigen und Posts in Gruppen sein. Der Post in einer passenden Gruppe ist sogar kostenlos. In dem sozialen Netzwerk gibt es viele Gruppen, die genau für diesen Zweck gemacht sind. Diese Art des Inserierens eignet sich vor allem dann, wenn Sie vermieten wollen besonders gut. Wenn Sie Ihre Immobilie hingegen verkaufen, dann ist eine Facebook-Anzeige vermutlich die interessantere Version. Hierbei müssen Sie kein hohes Budget aufwenden und können eine spezifische Zielgruppe definieren, indem Sie zum Beispiel nach Interessen filtern. Nach Alter, Herkunft oder Geschlecht dürfen Sie hierbei allerdings nicht segmentieren. Damit möchte Facebook Diskriminierung vorbeugen.

Wenn Sie sich für das Vermieten oder Verkaufen mit Makler entschieden haben, kann dieser das Bewerben Ihrer Immobilie auf Facebook für Sie übernehmen. So erhalten Sie auch keine unzähligen Anfragen auf Ihr privates Profil. Der Makler wird Ihr Angebot außerdem auf seiner eigenen Webseite und Facebook-Seite teilen und so zusätzliche Interessenten erreichen.

Sie wollen Ihre Immobilie verkaufen oder vermieten und wissen nicht, welche Plattform für Sie die beste ist? Wir beraten Sie gerne und übernehmen die Vermarktung für Sie.

 

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Höherer Preis in kürzerer Zeit – Mit Home Staging

Die meisten Eigentümer fragen sich, wie sie mehr Geld für ihre Immobilie erhalten oder wie sie schneller verkaufen können. Mit „Home Staging“ gelingt beides. Mit Home Staging wird die Immobilie für den Verkauf gezielt inszeniert.

Beim Verkauf eines Gebrauchtwagens ist es selbstverständlich, dass das Fahrzeug aufwendig gereinigt und optisch aufgewertet wird. Bei Immobilien übernimmt Home Staging diese Aufgabe.

Anstatt einem Interessenten die Immobilie im bewohnten oder leeren Zustand zu zeigen, wird es beim Home Staging „entpersonalisiert“. Das heißt, dass persönliche Gegenstände verschwinden und dem Raum mit geringem Aufwand eine „neutrale“ Einrichtung gegeben wird. Wer im Restaurant einen Tisch reserviert hat und dort noch die Teller des Vorgängers findet, hat kaum einen guten Eindruck vom Restaurant. So ist es auch mit Immobilien.

Bei leeren Räumen dagegen fällt es Interessenten oft schwer, sich diese eingerichtet vorzustellen und Proportionen und Möglichkeiten zu erkennen. Deshalb erhalten leere Räume beispielsweise dezent Möbel, Farben, Licht und Dekorationen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Räume großzügiger erscheinen. Inzwischen gibt es hierfür günstige Angebote für Einrichtungsgegenstände, wie zum Beispiel Möbel aus Pappe. Eine solche „Dekoration“ von Räumen erleichtert dem Interessenten, sich das neue Zuhause besser vorzustellen. Oft fragen Interessenten sogar, ob sie diese Möbel miterwerben können.

Durch den gewonnenen Eindruck, entscheidet sich ein Interessent schneller, die besichtigte Immobilie zu kaufen. Somit ist Home Staging eine gute Hilfe für den Verkäufer, um seine Immobilie optimal zu präsentieren. Raumproportionen werden besser sichtbar und Besonderheiten des Objekts werden in den Fokus gerückt – und das schon für die Onlinepräsentation oder das Exposé.

Bei fast zwei Dritteln der Immobilienverkäufe, bei denen Home Staging eingesetzt wurde, konnte genau der Angebotspreis erzielt oder sogar übertroffen werden. Ein Fünftel davon erreichte sogar einen Verkaufspreis, der 15 Prozent über dem Angebotspreis lag. Das belegt eine Umfrage unter amerikanischen Immobilienmaklern. Die Erste Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Home Staging und Redesign (DGHR) Iris Houghten betont, dass der erste Preisnachlass im Allgemeinen immer höher ist als die Kosten für Home Staging.

Auch die Vermarktungsdauer konnte durch Home Staging um mehr als die Hälfte gesenkt werden. Denn über ein Viertel der Kaufinteressenten neigt dann dazu, über kleinere Makel der Immobilie hinweg zu sehen. Ebenso ist fast die Hälfte der potenziellen Käufer eher bereit, eine „gestagete“ Immobilie zu besichtigen, die sie zuvor online gesehen haben.

Mit Home Staging können Sie perfekt Ihre Immobilie für die gewünschte Zielgruppe einrichten und somit Ihren Verkaufspreis und die Vermarktungsdauer optimieren.

Haben Sie Fragen zur Vermarktung Ihrer Immobilie? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

 

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Analyse vor Bauchgefühl – Was ist meine Immobilie wert?

Die Preise für Immobilien sind in vielen Regionen auf Rekordhöhe gestiegen. Doch die wenigsten Menschen können einschätzen, was ihr Eigenheim derzeit eigentlich wert ist. Wer aktuell verkauft, wird sich vielleicht in den Ergebnislisten der Immobilienportale orientieren. Aber sind die Angebotspreise auch der Wert, für den die Immobilie den Besitzer wechselt? Ganz so einfach ist es leider nicht. Lesen Sie hier, worauf Sie bei der Preisfindung achten müssen.

Bei den zur Zeit hohen Immobilienpreisen lohnt es sich für Eigentümer, wenn sie Ihre Immobilie verkaufen. Um aber weder sich Geld entgehen zu lassen, noch auf dem zum Kauf angebotenen Haus sitzenzubleiben, muss der Verkäufer wissen, wie hoch der marktübliche Preis ist. Denn: Es gibt große regionale Unterschiede. Mit den Preissteigerungen für Immobilien in Metropolen können Häuser in ländlichen Regionen oder den Randzonen der großen Städte meist nicht mithalten.

Daher ist es ratsam, die Immobilienbewertung einem erfahrenen Immobilienexperten zu überlassen. Denn um einen realen Wert eines Hauses zu ermitteln, müssen viele lokale Marktfaktoren berücksichtigt werden.

Dafür ist Expertenwissen, die Kenntnis der aktuellen Situation am Immobilienmarkt und viel Erfahrung nötig. Das kann ein Immobilienprofi, der sich Tag für Tag mit der Preisdynamik vor Ort beschäftigt.

Denn Hauptkriterium des Wertes einer Immobilie ist neben dem Zustand und der Ausstattung vor allem die Lage. Wie gut ist die Verkehrsanbindung? Wie hat sich das Viertel in den letzten Jahren entwickelt. Gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Schulen? Und wie wirken die folgenden Faktoren auf die Preisentwicklung ein?

Da wären zum einen die Größe des Grundstücks, der Anteil der Gemeinschaftsflächen und die Wohnfläche. Aber auch die Art der Immobilie, die Ausstattungsstandards und das Baujahr wirken auf den Preis ein. In einer sorgfältigen Analyse werden durchgeführte Renovierungen und bauliche Veränderungen sowie  die aktuelle Marktlage und Besonderheiten berücksichtigt. Bauchgefühl ist fehl am Platz.

Profis unterscheiden zwischen drei unterschiedliche Verfahren, die von der Art des Objekts abhängen: das Vergleichswert-, das Sachwert- und das Ertragswertverfahren.

Das Vergleichswertverfahren wird in der Regel für unbebaute  Grundstücke und Eigentumswohnungen angewandt. Beim Verkauf von Häusern, für die es keine Vergleichsobjekte gibt, erfolgt die Wertermittlung anhand des Sachwertverfahrens.  Das Ertragswertverfahren wird bei Mehrfamilienhäusern und Gewerbeimmobilien angewandt, vor allem wenn es um die Ermittlung von Renditen geht.

Wer nur eine erste Orientierung sucht, wie viel seine Immobilie wert ist, kann auch Onlinebewertungen nutzen. Aber Vorsicht: die Durchschnittswerte können erheblich vom tatsächlichen Wert der eigenen Immobilie abweichen. Denn ob eine Ausstattung hochwertig oder „normal“ ist, ist subjektiv. Deswegen ist die Einwertung der Immobilie vor Ort von einem lokalen Marktexperten nicht zu ersetzen.

Möchten Sie wissen wie viel Ihre Immobilie wert ist? Kontaktieren Sie uns. Gerne bewerten wir Ihre Immobilie.

 

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Immobilie in der Scheidung – Das sind Ihre Möglichkeiten

Wenn Paare sich scheiden lassen und eine gemeinsame Immobilie besitzen, stellt sich die große Frage: Was passiert jetzt damit? Die Antwort ist nicht immer einfach und hängt von vielen Faktoren ab. Hat das Paar Kinder, möchte ein Partner in der Immobilie wohnen bleiben und zu welchen Anteilen gehört die Immobilie welchem Partner?

Um eine Übersicht aller Möglichkeiten zu geben, gehen wir der Einfachheit halber von einem Scheidungsfall aus, in dem das Paar das Haus gemeinsam gekauft hat und es beiden zu gleichen Teilen gehört. Nennen wir dieses Paar Herr und Frau Meier. Die beiden haben keinen Ehevertrag geschlossen und wie die meisten Paare nicht mit einer Scheidung gerechnet. Außerdem haben sie zwei Kinder, die nach der Trennung bei Frau Meier wohnen werden. Nur wo – das ist hier die Frage. Denn das Paar ist sich nicht sicher, was mit dem Haus geschehen soll. Ein Immobilienexperte nennt ihnen die folgenden Optionen:

Frau Meier bleibt mit den Kindern in der Immobilie wohnen. Diese gehört weiterhin beiden.

Die beiden einigen sich darüber, ob Frau Meier an Herrn Meier Miete zahlen muss, ob sie ohne weitere Zahlungen im Haus wohnen bleiben kann oder ob die Mietzahlungen gegebenenfalls mit den Kosten für die Hypothek des Hauses oder den Unterhaltskosten verrechnet werden können. Damit keiner der Partner benachteiligt wird, bietet es sich auch hier an, sich rechtliche Unterstützung zu suchen.

Frau Meier bleibt mit den Kindern in der Immobilie und zahlt Herrn Meier aus.

Wenn Frau Meier mit den Kindern im Haus wohnen bleiben möchte, kann sie alternativ auch ihren Noch-Ehemann bei der Scheidung auszahlen. Dafür wird der Immobilienwert mit der Restschuld, also den Hypotheken und Krediten, die noch abbezahlt werden müssen, verrechnet. Im Fall der Meiers ist das Haus 300.000 Euro wert, die beiden haben das Haus vor 10 Jahren gekauft und müssen noch 200.000 Euro abbezahlen. Diese 200.000 Euro würden in Zukunft alleine von Frau Meier gezahlt. Da 100.000 Euro des Hauses bereits abbezahlt sind, muss sie außerdem 50.000 Euro an Herrn Meier zahlen. Diese Möglichkeit ist nur dann praktikabel, wenn der im Haus bleibende Partner sich die Tilgung des Kredits auch alleine leisten kann.

Das Haus wird als Vorerbe oder Schenkung auf die Kinder übertragen. Frau Meier bleibt bis auf Weiteres mit den Kindern darin wohnen.

Bleibt Frau Meier im Haus wohnen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit, die Eigentumsverhältnisse zu klären: Die Immobilie kann entweder als Vorerbe oder als Schenkung auf die Kinder des Paares überschrieben werden, mit denen Frau Meier vorerst in der Immobilie wohnen bleibt. Als Vormund der Kinder kann sie bis zu deren 18. Lebensjahr über das Haus verfügen. Diese Alternative bietet sich allerdings eher bei Familien an, die nur ein Kind haben. Denn bei Geschwistern könnte es später zu Streitigkeiten kommen.

Herr und Frau Meier teilen das Haus in zwei Wohnungen, von denen jeder eine behält.

Die Wohnungsteilung ist dann interessant, wenn beide Partner sich noch gut verstehen und sich grundsätzlich vorstellen können, in der Nähe des anderen zu wohnen. Die Teilung kann jedoch nicht ohne Genehmigung von der Gemeinde vorgenommen werden. Außerdem muss sie im Grundbuch eingetragen werden.

Herr und Frau Meier behalten das Haus und vermieten es. Die Mieteinnahmen werden geteilt.

Wenn beide Partner aus dem Haus ausziehen wollen, besteht auch die Möglichkeit, das Haus zu vermieten und die Einnahmen zu teilen. Diese Option ist zum Beispiel dann interessant, wenn später eines der Kinder in dem Haus wohnen möchte.

Herr und Frau Meier verkaufen das Haus gemeinsam und teilen den Erlös.

Neben der Option, dass einer der Partner in der Immobilie bleibt und den anderen Partner auszahlt, ist der Verkauf eine der beliebtesten Varianten bei der Scheidung. Beide Parteien erhalten die Hälfte des Erlöses. Wichtig ist, dass das Paar sich vor dem Verkauf gut von einem Experten beraten und den Immobilienwert schätzen lässt. Schließlich soll der Erlös aus dem Verkauf für beide die Grundlage für einen Neubeginn sein.  

Herr und Frau Meier werden sich nicht einig und es kommt zu einer Teilungsversteigerung.

Wenn Paare sich nicht einigen können, bleibt oft nur noch die Teilungsversteigerung. Diese muss von einem der Partner beim Amtsgericht beantragt werden. Im Vergleich zum Verkauf wird hier jedoch meist ein geringerer Erlös erzielt. Die Meiers können sich zum Glück ohne Gericht einigen und beschließen, das Haus gemeinsam zu verkaufen.

Sie lassen sich scheiden und wissen nicht, welche der Optionen in Ihrer individuellen Situation die passende ist? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie gerne.

 

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Immobilienverkauf: Wie erreichbar muss ich sein?

Ständig klingelt das Telefon? Ihr E-Mail-Postfach quillt über? Die Nachfrage am Immobilienmarkt ist weiterhin hoch. Bereits kurz nach der Veröffentlichung ihrer Anzeige können sich Immobilienverkäufer vor Anfragen oft kaum noch retten. Damit Verkäufern kein gutes Angebot durch die Lappen geht, müssen sie fast immer erreichbar sein. Und das etwa drei Monate lang. Denn solange dauert es in der Regel, eine Immobilie zu verkaufen. Lesen Sie hier ein paar Tipps, wie Sie das schaffen können.

Immobilienverkäufer stehen meistens vor der Frage: Habe ich nach der Arbeit noch Zeit und Kraft, mich um den Hausverkauf zu kümmern oder opfere ich meine wenige Freizeit an den Wochenenden dafür? Unter Umständen müssen Verkäufer sogar während der Arbeit erreichbar sein. Um sich also viel Zeit zu sparen, benötigen Sie einen genauen Plan.

Es empfiehlt sich, die Anrufe von Interessenten persönlich anzunehmen. Denn nur so wirken Sie auf den Interessenten mit dem besten Angebot am seriösesten. Wenn ein Interessent Sie mehrmals nicht erreicht, wird er schnell aufgeben und nach einer anderen Immobilie suchen. Auf einen Anrufbeantworter kann ganz verzichtet werden. Oder sprechen Sie gern darauf? Wenn Sie dagegen eine Vertrauensperson haben aus Ihrer Familie oder Ihrem Freundeskreis, zu der Sie Anrufe weiterleiten können, ist das eine bessere Option. Falls diese Möglichkeiten für Sie nicht in Frage kommen, dann überlassen Sie das lieber einem erfahrenen Immobilienprofi, der es gewohnt ist, Interessenten zu managen.

Wenn Sie sich doch selbst darum kümmern möchten, können Sie sich auch ein preiswertes Zweit-Handy mit einer Prepaid-Karte zulegen. Allerdings kommt hier hinzu, dass Sie sich dafür mit Ausweis registrieren müssen. Dann aber können Sie die Nummer in Ihrer Anzeige angeben und wenn dieses Telefon klingelt, wissen Sie, dass es nur ein Interessent sein kann. Zudem hat es den Vorteil, dass Sie Ihre private Telefonnummer nicht verraten. Bei dem Zweithandy können Sie auch Ihre Mailbox besprechen und Interessenten darum bitten, über das Formular Ihrer Onlineanzeige oder per E-Mail mit Ihnen Kontakt aufzunehmen. Versichern Sie, dass Sie sich umgehend zurückmelden werden – was Sie in Ihrem eigenen Interesse natürlich auch tun. Schließlich möchten Sie ja einen zahlungskräftigen Kaufinteressenten nicht verlieren.

Wer nicht ständig telefonisch erreichbar sein kann, dem bleibt natürlich noch die elektronische Post. Hier ist es nicht verkehrt, wenn Sie sich extra eine E-Mail-Adresse für den Verkauf Ihrer Immobilie einrichten. Zum Beispiel „Hausverkauf@xymail.de“. Auch das hat den Vorteil wie beim Prepaid-Handy, dass Sie nicht Ihre private E-Mail-Adresse preisgeben müssen. Zudem verschwinden dann auch keine Interessenten unter Ihren anderen privaten oder geschäftlichen Mails. Aus der Masse an Anfragen gilt es dann, den besten Käufer zu finden und ernstgemeinte von weniger interessierten zu unterscheiden. Das macht viel Arbeit. Ein Immobilienprofi hilft Ihnen zu selektieren. Er führt auch Bonitätsprüfungen durch.

Wenn Sie die E-Mails auch mit Outlook, Thunderbird oder einem anderen E-Mail-Programm verwalten, können Sie die Interessenten auch mit dem jeweils dazugehörigen Kalender verknüpfen und in separaten Ordnern speichern. So behalten Sie den Überblick über den jeweiligen Schriftverkehr, die Kontaktdaten und die verabredeten Termine. Das erweist sich als besonders nützlich, wenn Sie mit den jeweiligen Interessenten Besichtigungstermine vereinbaren.

Fehlt Ihnen die Zeit, um sich optimal um den Verkauf Ihrer Immobilie zu kümmern? Kontaktieren Sie uns! Wir übernehmen das für Sie.

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Hohe Immobilienpreise jetzt trotzdem anlegen?

Immobilien sind grundsätzlich eine interessante Anlageform, bieten sie doch hohe Renditen. Jedoch ist die Frage, ob jetzt der richtige Zeitpunkt zum Anlegen ist. Jörg Winterlich und Michael Wiesendorf von der Immobilien Investment Akademie verraten im Interview, ob die Zeit zum Anlegen jetzt günstig ist.

Interview von Adrian M. Darr

Lohnt sich derzeit für den Eigennutzer eine Investition in Immobilien?

Wiesendorf: Wenn Sie in ein bestimmtes Viertel wollen, wo die Wohnqualität genau so ist, wo Sie schon immer hin möchten, dann kommt es auf 10 bis 15.000 Euro Kaufpreis rauf oder runter nicht an. Wenn wir das ganz einfach herunterbrechen wollen: da ist das Thema nicht der Preis, sondern die Lage, die individuelle Befindlichkeit, wo Sie hin möchten oder was Sie sich leisten können.

Winterlich: Absolut richtig. Eine Eigennutzung ist immer ein emotionales Thema. Eine Eigennutzungsimmobilie wird nicht unter wirtschaftliche Gesichtspunkte gesehen oder die spielen nur ganz am Rande eine Rolle, sondern das ist immer eine Frage der emotionalen Entscheidung. Man kann natürlich auch bei einer eigengenutzten Immobilie einen guten Griff machen. Aber wirtschaftlich ist es für den guten Teil der Leute nicht das, was man unter rational vernünftigen Gesichtspunkten tun würde. Der Eigennutzer trägt natürlich das komplette Risiko, er hat keinerlei steuerlichen Vorteil oder Absetzungsmöglichkeiten und er muss quasi für diese Immobilie komplett einstehen mit seinem bereits versteuerten Nettoeinkommen, seinem Gehalt. Die Frage ist jetzt immer, wenn man mal 30 Jahre in die Zukunft schaut, was ist dann diese Immobilie in dieser Lage überhaupt wert? Es kommt sehr auf die Lage an. Aber Achtung! Eigennutzung und Investment liegen ganz weit auseinander. Eigennutzung ist eigentlich nie ein Investment.

Was unterscheidet die Immobilie von anderen Anlagemöglichkeiten wie Aktienfonds, Lebensversicherungen und so weiter?

Winterlich: Die Immobile ist eine der wenigen Assets, die ich anfassen, kontrollieren und steuern kann. Das heißt: Sie sehen jeden Tag oder Monat wie viel Geld ist hereingekommen, wo gibt es Zahlungsrückstände, wieviel  Geld wird ausgegeben und was bleibt für mich übrig. Bei Aktien oder anderen Finanzprodukten haben Sie diese Möglichkeiten nicht. Sie haben steuerliche Vorteile mit Immobilien. Und man kann für die Immobilie natürlich – wenn man es richtig macht – viel mehr Kapital bekommen kann. Entscheidend ist hierfür das richtige Knowhow.

Kann man sagen, welche Immobilien sich als Kapitalanlagen besonders eignen?

Winterlich: Das eine ist das kurzfristige Lohnen, das andere die Nachhaltigkeit, wie gut sieht das auch in Zukunft aus. Generell, Investments in Gewerbeimmobilien, zum Beispiel Hotels, Pflegeheime etc., das sollten nur die Leute machen, die davon Ahnung haben.

Wiesendorf: Sie können grundsätzlich schon mal zu einem großen Prozentsatz ausschließen, dass ein Einfamilienhaus ein Anlageobjekt ist. Ein Einfamilienhaus hat einen zu großen Kostenapparat drum herum. Das merkt man nicht in der ersten Vermietungsphase. Aber im fünften Jahr geht die Heizung kaputt: 10.000 Euro. Nach 20 Jahren ist das Dach kaputt: 40.000 Euro. Eine Rendite über die gesamte Laufzeit ist dann nicht mehr gegeben.

Woran kann man eine gute kapital erkennen?

Winterlich: Der eine Punkt ist natürlich: es muss Cashflow vorhanden sein, also es müssen Überschüsse da sein. Vielleicht nicht vom ersten Tag an, aber sagen wir mal spätestens nach zwei Jahren sollten Immobilien in der Lage sein, sich mit allen Kosten, mit Zins, mit Tilgung, mit Instandhaltungsrücklage komplett selber zu tragen. Der zweite Punkt ist: es sollte nachhaltig sein, das heißt, dass dieses Geschäftsmodell mit der Immobilie nicht nach fünf Jahren zu Ende sein kann. Dann habe ich vielleicht fünf Jahre gut verdient, habe aber anschließend eine Immobilie die leer steht oder wertlos ist.

Wo gibt es in Deutschland noch gute Kapitalanlagen?

Winterlich: Einfach beantwortet: überall. Natürlich nicht, wenn sie bei Immobilienscout oder im Schaufenster von Maklern schauen. Klar, das Thema ist schwieriger geworden als vor fünf oder zehn Jahren. Aber man kann gute Käufe machen, hat aber vielleicht ein bisschen mehr Aufwand. Die wirklich interessanten Einkäufe machen Sie eher über ein – ich möcht mal sagen – verborgenes Beziehungsnetzwerk, dass man mit einem Makler eine Vereinbarung hat, dass man die Objekte bekommt, bevor er die irgendwo bei Immobilienscout oder Immonet veröffentlicht. Ich muss ein Netzwerk mit anderen Investoren bilden. Finde ich ein spannendes Objekt, das für mich nicht passt, habe ich einen Investorenkollegen, für den es spannend sein könnte und dem ich sie vorschlagen kann. Und das funktioniert eben auch umgekehrt.

Wie kann ich mein Vermögen durch Immobilien aufbauen? Wie fange ich an?

Winterlich: Wer ernsthaft in Immobilien investieren möchte, sollte sich zuerst das nötige Knowhow aufbauen, um zu wissen, wie die Dinge grob funktionieren und wo die Fallstricke liegen.

Wiesendorf: Eines möchte ich ergänzen. Im Internet wird ja sehr viel vermeintliches Wissen kostenlos angeboten. Youtubevideos, Facebook-einträge – wo auch immer. Knowhow kostet Zeit und Geld, wenn ich es wirklich vernünftig und solide machen und damit auch dauerhaft Geld verdienen möchte. Es ist wie eine Berufsausbildung.

Überlegen Sie, in Immobilien zu investieren? Wenn Sie eine kompetente Beratung suchen, kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

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So geht altersgerechtes Wohnen: Teil 2 – Senioren-WG

Senioren-WG

Wohngemeinschaften, wie wir sie von jungen Studenten kennen, werden auch bei älteren Menschen immer beliebter. Denn keine andere Wohnform bietet so viel Geselligkeit und Freiheit zugleich. Gerade wenn das Älterwerden uns einzuschränken beginnt, kann das Leben in einer Senioren- oder Plus-WG der eigenen Autonomie neue Türen öffnen.

Im Laufe des Lebens durchwandern wir viele verschiedene Lebensphasen. Eine jede hat ihre Berechtigung und kann Chancen bieten. Aber gerade die Phasen, in denen wir uns ganz neu orientieren müssen, verlangen uns zunächst einmal einiges ab. So wie nicht jeder junge Mensch direkt nach dem Schulabschluss weiß, welche Berufsausbildung er beginnen möchte, so sind auch mit dem Renteneintritt oftmals große Unsicherheiten verbunden. In der Regel ist in solchen Phasen auch die eigene Wohnsituation zu überdenken.

Hier können die „Alten“ von den Jungen lernen und sich deren Taktiken zunutze machen. Für junge Leute ist es die natürlichste Sache der Welt, sich zusammenzuschließen und Wohnungen zu teilen. Nämlich nicht nur Neuorientierung gelingt in Gemeinschaft besser, auch in finanzieller und emotionaler Hinsicht bietet die „WG“ eine Menge Vorteile.

In der Wohngemeinschaft können neben Freud und Leid auch Kosten und Haushaltsaufgaben geteilt werden. Sich gegenseitig im Alltag zu unterstützen, ein offenes Ohr füreinander zu haben, sich mit Tipps und Tricks weiterzuhelfen und mit einem selbstgebackenen Geburtstagskuchen überrascht zu werden – all das gibt es in einer guten WG gratis dazu. Für ältere Menschen ist auch das Sicherheitsgefühl nicht zu unterschätzen, das automatisch entsteht, wenn wir mit anderen unter einem Dach leben: Im medizinischen Notfall ist immer jemand zur Stelle, der helfen kann.

Wer im Alter Eigenheim und Einsamkeit gegen eine Wohngemeinschaft tauschen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Die klassische Senioren-WG ist eine dem Seniorenheim ähnliche Wohnform, meist mit Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Wird eine umfassende medizinische Betreuung benötigt, ist man in einer Senioren-WG gut aufgehoben und versorgt, kann sich aber gleichzeitig kleine Freiräume erhalten. Sind noch keine größeren gesundheitlichen Probleme vorhanden und man kommt ohne externe Hilfe aus, bietet sich eine sogenannte Plus-WG an. Das „Plus“ steht dabei für das Alter der Bewohner, das bei 50 Jahren und aufwärts liegt.

Eine Wohngemeinschaft, in der sich Menschen ab 50 zusammentun, bringt sofort Abwechslung ins Leben. Das Miteinander macht unternehmungslustiger und mutiger. Ob in Sachen Sport, Natur oder Kultur, gemeinsam traut man sich, noch einmal so richtig durchzustarten. Das macht Spaß und hält fit, denn körperliche Aktivitäten und zwischenmenschliche Begegnungen stärken sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit.

Die Nachfrage an Plus-WGs ist inzwischen stark gestiegen. Auf mehreren Online-Portalen wie WG-Gesucht.de, pluswgs.de, wohnen-im-alter.de aber auch auf immobilienscout24.de suchen Menschen ab 50 nach WG-Zimmern oder -Mitbewohnern. Nicht für alle ist das Modell der geteilten Wohnung das optimale. Wer beispielsweise bereits längere Zeit allein gelebt hat, fühlt sich vielleicht in einer Hausgemeinschaft mit mehr Rückzugsmöglichkeiten wohler. Auch hierfür finden sich auf den Internet-Plattformen interessante Angebote.

Womöglich ist auch Ihr Eigenheim, das Sie sich allein kaum noch leisten können, wie geschaffen dafür, es mit ein oder zwei neuen Mitbewohnern zu teilen und zu einem lebhafteren und unbesorgteren Ort zu machen. Vier Hände schaffen mehr als zwei, bei der Gartenarbeit und beim Hausputz. Sich plötzlich den Badezimmerschrank und die Herdplatten teilen zu müssen, kann sich erst einmal etwas seltsam anfühlen sein. Aber nach einer kurzen Umgewöhnungsphase und spätestens, wenn der gemeinsame Kaffeeklatsch zum liebgewonnenen Ritual geworden ist, möchte man seine Mitbewohner nicht mehr missen.

Sie überlegen, in eine Alters-WG zu ziehen und wissen nicht, was Sie mit Ihrem Eigenheim machen sollen? Wir beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten.

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Geld sparen mit der richtigen Finanzierung

Wer endlich ein Darlehen für den Kauf oder den Bau einer Immobilie abgeschlossen hat, ist erst einmal beruhigt. Aber wie schnell sind die 5, 10, 15 oder 20 Jahren vorbei, für die die Zinsbindung in Ihrem Vertrag galt? Ihre Verbindlichkeiten bei der Bank sind dann aber oft noch nicht beglichen. Dann wird eine Anschlussfinanzierung benötigt. Dafür schließen Sie einen neuen Vertrag mit Ihrer Bank – zu aktuellen Konditionen. Mit diesen Tipps sparen Sie Geld.

  1. Planen Sie rechtzeitig

Vor Ablauf der Zinsbindung setzt sich Ihre Bank meist mit Ihnen in Verbindung. Dennoch ist es sinnvoll, sich etwa ein Jahr früher über die Anschlussfinanzierung zu informieren. Die Zinsen Ihres Darlehens oder die Raten für Ihr Haus können Sie so deutlich senken. Dafür ist der Zeitpunkt wichtig. Sind die Bauzinsen niedrig, sollte man die Gelegenheit nutzen.

  1. Wie sind die aktuellen Zinsen?

Wenn die Zinsen am Markt so hoch sind, wie die, die Sie gegenwärtig bezahlen, würden Sie sich nicht verschlechtern – aber auch nicht verbessern. Aber wie sieht der Trend aus? Drohen die Zinsen zu steigen, sollte schnell gehandelt werden. Deutet sich jedoch an, dass die Zinsen sinken, dann sollten Sie abwarten. So lässt sich Geld sparen. Wie der Trend der  Zinsen ist, sagen Ihnen Experten.

  1. Welche Möglichkeiten haben Sie?

Für Ihre Anschlussfinanzierung haben Sie drei Möglichkeiten. Die erste ist die Prolongation. Damit verlängern Sie einfach Ihren bestehenden Vertrag mit der gegenwärtigen Bank und die Zinsen werden an die aktuelle Marktlage angepasst. Das bedeutet nicht viel Aufwand für Sie und normalerweise keine erneute Bonitätsprüfung. Zudem bleiben Ihnen die Kosten für eine Grundschuldübertragung beim Wechsel zu einer Bank erspart. Allerdings könnten Angebote von anderen Banken günstiger sein. Konditionen anderer Banken sollten also verglichen werden. Deren Angebote könnten Sie auch zum Verhandeln mit Ihrer Bank verwenden.

Eine andere Möglichkeit ist die Umschuldung. Hier schließen Sie die Anschlussfinanzierung bei einer anderen Bank ab. Das ist sinnvoll, wenn Sie günstigere Konditionen bei den Zinsen bekommen. Es fallen aber Grundbuch- und Notarkosten an, da die Grundschuld von der einen Bank auf die andere übertragen werden muss. Die niedrigeren Zinsen sollten diese kosten aber mehr als ausgleichen.

Die dritte Möglichkeit ist das Forward Darlehen. Damit können Sie schon einige Monate vor Ende der Zinsbindung ein neues Darlehen abschließen, um sich die, zu diesem Zeitpunkt günstigen Zinsen, zu sichern. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn absehbar ist, dass die Bauzinsen steigen werden. So können Sie in Zeiten günstiger Zinsen sich diese für später sichern. Natürlich wird für ein Forward Darlehen ein zusätzlicher Zinsaufschlag erhoben, der in Ihrer Kalkulation berücksichtigt werden sollte.

Überlegen Sie, wie Sie Ihre Immobilie finanzieren? Oder möchten Sie wissen, wie sich die Lage am Immobilienmarkt entwickelt? Kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne.

 

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