Geldsorgen: Ist der Immobilienverkauf der richtige Weg?

Das Eigenheim ist ein Lebenstraum vieler Menschen. Allerdings geht dieser Traum auch mit einigen Kosten einher: Die Hypothek muss abgezahlt werden und regelmäßig stehen Sanierungen und Reparaturen an. Immer wieder bereiten diese Kosten Eigentümern schlaflose Nächte. Doch ist der Immobilienverkauf in einer solchen Situation der einzige Weg?

Wer eine Immobilie kauft, geht damit eine langjährige finanzielle Verpflichtung ein. Nicht nur, dass die Hypothek abgezahlt werden muss, auch für die Instandhaltung empfehlen Experten eine Rücklage beiseite zu legen. In den meisten Wohneigentümergemeinschaften ist die Instandhaltungsrücklage sogar Pflicht. Wie hoch die Pauschale ausfallen sollte, hängt vom Alter der Immobilie ab. Je älter die Immobilie, desto wahrscheinlicher sind anfallende Reparaturen und desto mehr sollten Eigentümer zurücklegen. Empfehlungen liegen je nach Alter der Immobilie zwischen 5 und 10 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Was tun, wenn ich kein Geld für die Sanierung habe?

Doch nicht alle Eigentümer denken an die regelmäßigen Rücklagen. Wenn dann das Dach undicht ist oder die alte Heizung den Geist aufgibt, kann das zu ernsthaften finanziellen Problemen führen. Denn die Kosten für solche Reparaturen liegen meist bei mehreren 10.000 Euro. Die gute Nachricht: Es ist möglich, für Sanierungen einen Kredit bei der Bank aufzunehmen. Energetische Sanierungen werden zum Teil sogar staatlich gefördert. Eine Dachsanierung etwa kann im Rahmen des Programms „energieeffizient Sanieren“ von der Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert werden.

Allerdings ist es nur dann ratsam, einen weiteren Kredit aufzunehmen, wenn Sie nicht ohnehin schon Probleme bei der monatlichen Tilgung Ihrer Hypothek haben. Über einen Baukredit lässt sich das neue Dach beispielsweise nur finanzieren, wenn mindestens 80 Prozent des Finanzierungskredits für die Immobilie abgezahlt sind. Andernfalls ist auch die Finanzierung über einen speziellen Sanierungskredit möglich. Hier sind die Zinsen jedoch meist höher. Deshalb ist es wichtig, dass Immobilienbesitzer sich gut überlegen, ob sie diese zusätzlichen Kosten tragen können.

Was tun, wenn ich mir meine Finanzierung nicht mehr leisten kann?

Nach einer Scheidung oder einem Jobverlust kommt es häufig vor, dass Immobilienbesitzer sich die Abzahlung des laufenden Kredits nicht mehr leisten können. In einem solchen Fall ist es wichtig, möglichst schnell auf die Bank zuzugehen und nach einer Lösung zu suchen. Besteht nur ein kurzfristiger Zahlungsengpass ist es häufig möglich, die Tilgung für einige Monate auszusetzen oder eine Umfinanzierung vorzunehmen. Wer hingegen einfach nicht mehr zahlt, riskiert eine Zwangsversteigerung und hohe Gebühren für die vorzeitige Auflösung des Kredites. Im schlimmsten Fall ist der Erlös, der bei der Zwangsversteigerung erzielt wird, nicht hoch genug, um die Schulden bei der Bank abzuzahlen. Dann droht die Privatinsolvenz.

Wer also weiß, dass er seinen Kredit auch auf lange Sicht nicht mehr abbezahlen kann, sollte sich nicht nur mit seiner Bank auseinandersetzen, sondern auch den Verkauf der eigenen Immobilie ernsthaft in Betracht ziehen. Das heißt nicht gleich, dass der Traum vom Wohneigentum ausgeträumt ist. Einige Immobilienmakler bieten beispielsweise die Möglichkeit eines Immobilientauschs an. In diesem Fall werden zwei Immobilienbesitzer zusammengeführt. Wer also Probleme bei der Finanzierung seines großen Hauses hat, kann dieses dann gegen eine kleinere Immobilie tauschen, deren Finanzierung günstiger ist.

Für ältere Immobilienbesitzer ist außerdem die Immobilienverrentung eine interessante Alternative, um in der Immobilie wohnen zu bleiben und sich gleichzeitig die Rente aufzubessern. Denn hierbei verkaufen Sie das Eigenheim, behalten aber das Wohnrecht.

In jedem Fall ist es ratsam, den Verkauf nicht auf eigene Faust zu bestreiten, sondern einen Experten mit ins Boot zu holen. Ein Profi-Makler erzielt in der Regel eine kürzere Verkaufsdauer und hilft Ihnen dabei zum marktgerechten Preis zu verkaufen.

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Wie ermittle ich den Preis meiner Immobilie?

Im Scheidungsfall kommt oft die Frage auf, was mit der gemeinsam gekauften Immobilie passieren soll. Im Falle eines Verkaufs muss der Preis genau bestimmt werden. Wenn Sie wissen möchten, was Ihre Immobilie wert ist, kann das über die verschiedenen Verfahren berechnet werden. Jedes Verfahren hat dabei seine Anwendungszwecke, für die sie verwendet werden. Ein Experte kann Ihnen dabei helfen, das richtige Verfahren zu finden und den passenden Angebotspreis zu berechnen.

Bei der Bewertung einer Immobilie gibt es unterschiedliche Verfahren. Die Verfahren sind durch den Gesetzgeber vorgegeben. Im Paragraf 8 der Immobilienwertermittlungsverordnung sind das Vergleichswertverfahren, das Verfahren zur Bodenwertermittlung, das Ertragswertverfahren und das Sachwertverfahren. Diesen Verfahren liegen unterschiedliche Rechnungen zugrunde.

Das Vergleichswertverfahren

Das Vergleichswertverfahren ermittelt den Wert durch entsprechende Vergleiche. Es bietet sich daher vor allem für Eigentumswohnungen, Teileigentum und Familienhäuser an. Dabei wird der Kaufpreis vergleichbarer Immobilien als Grundlage genommen. Entscheidend sind dabei Faktoren wie das Baujahr, die Adresse, die Wohnfläche sowie ein vorhandener Garten/Balkon und ein Garagenstellplatz. Ebenso sind Faktoren wie die Bauweise, die Größe, die Restnutzungsdauer und der bauliche und energetische Zustand des Gebäudes wichtig.

Das Ertragswertverfahren

Das Ertragswertverfahren wird dagegen bei Immobilien genutzt, die einen Ertrag abwerfen. Darunter fallen Mietwohngrundstücke, gemischt genutzte und Geschäftsgrundstücke. Der Wert der Immobilie errechnet sich aus dem Bodenwert und den zu erwartenden Einnahmen. Dabei wird nicht die tatsächliche Miete veranschlagt, sondern die marktübliche. Eine leere Mietwohnung mindert daher nicht den Preis. Die Bewirtschaftungskosten der Immobilie sind von den zu erwartenden Einnahmen abzuziehen. Der Bodenwert errechnet sich aus dem durch einen Gutachterausschuss festgelegten Bodenrichtwert pro Quadratmeter. Der Bodenwert wird außerdem noch mit dem Liegenschaftszinssatz verzinst. Dabei wird der marktübliche Wert zugrunde gelegt. Ein weiterer Wert sind sonstige Umstände, die den Wert beeinflussen können. Dringende Sanierungsarbeiten, die noch nicht vorgenommen wurden, können den Wert der Immobilie mindern.

Das Sachwertverfahren

Ein weiteres Verfahren ist das Sachwertverfahren. Auch beim Sachwertverfahren wird der Bodenwert bestimmt und mit dem Wert des Gebäudes zusammengerechnet. Der Wert des Gebäudes wird mit den Regelherstellungskosten sowie der Grundfläche berechnet. Die Herstellungskosten gliedern sich dabei in verschiedene Stufen, sodass auch die Qualität der verbauten Materialien berücksichtigt wird. Von diesen Kosten wird die sogenannte Altersminderung abgezogen. Die vom Gesetzgeber festgelegte Nutzungsdauer von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern beträgt in der Regel 80 Jahre. Das führt dazu, dass mit jedem Jahr 1,25 Prozent vom Wert abgezogen werden müssen. Der nun errechnete Gebäudesachwert wird mit dem Bodenwert addiert und mit dem Marktanpassungsfaktor multipliziert. Der Marktanpassungsfaktor legt die örtlichen Gegebenheiten der Immobilie zugrunde. So ist einem Haus in einer strukturstarken Gegend ein höherer Wert als einem baugleichen Haus in einer strukturschwachen Region zuzuschreiben. Dabei wird berücksichtigt, ob die Häuser in dem Quartier, in dem das zu verkaufende Haus steht, zu dem errechneten vorläufigen Sachwert verkauft werden.

Sie wollen Ihre Immobilie professionell bewerten lassen, wissen aber nicht welches Verfahren sich dafür anbietet? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

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Wann Sie den verbrauchsorientierten Energieausweis benötigen

Beim Immobilienverkauf ist der Energieausweis Pflicht. Dabei ist Energieausweis nicht gleich Energieausweis. Immobilienbesitzer haben die Wahl zwischen dem verbrauchsorientierten Energieausweis und dem bedarfsorientierten. Lesen Sie im Folgenden, worauf Sie beim Verbrauchsausweis achten müssen.

Nicht alle Angebote für Energieausweise sind seriös. Ist ein Energieausweis mangelhaft oder fehlt er spätestens zum Besichtigungstermin, droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro. Achten Sie also darauf, von wem Sie Ihren Energieausweis erstellen lassen und dass Sie es rechtzeitig tun. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob Sie einen verbrauchsorientierten oder bedarfsorientierten Energieausweis benötigen. Ihr lokaler Profi-Makler weiß, welcher Ausweis der passende für Sie ist sowie wann und von wem er zu erstellen ist.

Der Energieausweis ist deshalb bei Verkauf oder Vermietung wichtig, weil er für Kauf- und Mietinteressenten eine Entscheidungshilfe ist. Denn der Energieausweis gibt Auskunft über die Energieeffizienz einer Immobilie. Das heißt, er ermöglicht, die zu erwartenden Energiekosten abzuschätzen. Dabei können Eigentümer grundsätzlich frei entscheiden, welchen der beiden möglichen Energiepässe sie erstellen lassen. Jedoch müssen für den Verbrauchsenergieausweis einige Voraussetzungen erfüllt sein:

Der verbrauchsorientierte Energieausweis kann nur für Immobilien ausgestellt werden, die über fünf oder mehr Wohneinheiten verfügen. Es sei denn, der Bauantrag für das betreffende Objekt wurde nach dem 1. November 1977 gestellt, dann kann auch für ein Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen ein Verbrauachsausweis erstellt werden. Ein weiterer Fall ist: wenn das Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten zwar älter ist und vor dem 1. November 1977 errichtet wurde, aber bereits das energetische Niveau der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 erreicht oder dahingehend saniert, beziehungsweise modernisiert, wurde – auch in diesem Fall kann ein Verbrauchsausweis erstellt werden. Für alle anderen Gebäude ist der bedarfsorientierte Energieausweis Pflicht.

Der verbrauchsorientierte Energieausweis ist preisgünstiger als der bedarfsorientierte. Der Preis hierfür liegt etwa zwischen 25 und 100 Euro. Dafür ist er jedoch auch weniger aussagekräftig als der Bedarfsausweis, der dafür aber 500 Euro oder mehr kosten kann. Der Verbrauchsausweis gibt Auskunft darüber – wie der Name schon sagt –, wie hoch die verbrauchte Energiemenge der Immobilie ist. Also wie viel Energie für Heizung und Warmwasseraufbereitung verbraucht wird. Zur Berechnung werden in der Regel die Energieverbrauchsdaten, zum Beispiel anhand der Heiz- beziehungsweise Brennstoffkostenabrechnungen, mindestens der letzten drei Jahre als Mittelwert zugrunde gelegt. Das ist dann natürlich vom individuellen Heizverhalten der Bewohner abhängig, aber auch von der Dämmung der Immobilie.

Der Energieausweis wird in der Regel von qualifizierten und zertifizierten Fachleuten wie Energieberatern, Architekten, Bauingenieuren und Schornsteinfegern ausgestellt. Achten Sie darauf, dass Ihr Berater unabhängig ist. Lassen Sie sich deshalb von einem neutralen Immobilienprofi beraten.

Haben Sie Fragen zum Energieausweis? Oder suchen Sie jemanden, der sich um eine professionelle Erstellung kümmert? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

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Das Grundbuch im Erbfall: Darum ist es wichtig

Wer eine Immobilie besitzt, muss auch im Grundbuch eingetragen sein. Dennoch wissen viele nicht genau, warum es eigentlich so wichtig ist. Obwohl Fehler im Grundbuch weitreichende Konsequenzen haben können. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, ist es wichtig zu verstehen, welche Rolle es im Erbfall spielt.

Um die Bedeutung des Grundbuchs im Erbfall zu erklären, betrachten wir ein Fallbeispiel: Nehmen wir an, drei Geschwister erben gemeinsam ein Haus. Zunächst sind sie sich unsicher, was nun damit geschehen soll. Alle drei bilden eine Erbengemeinschaft, das heißt, alle haben die gleichen Rechte und Pflichten und alle drei können auch nur gemeinsam entscheiden, wie es mit der Immobilie weitergehen soll. Da es kein Testament gibt, das das Erbe anders regelt, erbt also jeder ein Drittel der Immobilie. Das bedeutet: für alle drei ergeben sich erstmal Kosten. Jeder trägt ein Drittel der Betriebskosten, Versicherungen, Steuern und so weiter. Da sie die Kosten nicht ewig weiter tragen möchten, überlegen sie, ob sie das Haus verkaufen, vermieten oder ob einer der drei mit seiner Familie einziehen möchte.

Die Erbengemeinschaft

In unserem Fall sind sich die drei einig. Einer zieht ein und zahlt seine Geschwister aus. Allerdings können die beiden anderen ihm ihre Anteile nicht einfach verkaufen. Es muss ein Auflösungsvertrag, beziehungsweise ein Erbauseinandersetzungsvertrag aufgesetzt werden. Dieser muss anschließend auch notariell beglaubigt werden.

Die Erbauseinandersetzung

In der Erbauseinandersetzung wird geregelt, mit welchem Betrag der eine Erbe seine Geschwister auszahlen muss, damit die Immobilie ihm gehört. Dazu müssen natürlich alle drei wissen, wie viel die Immobilie wert ist. Diesen Wert lassen sie von einem Immobilienexperten ermitteln. In die Rechnung fließen dann auch noch die Hypotheken mit ein, die auf der Immobilie liegen. Denn bestehende Hypotheken werden auch auf die Erben übertragen. Ob eine Hypothek besteht, finden die drei im Grundbuch.

Die Änderung des Grundbucheintrags

Hat der eine Erbe seine Geschwister ausgezahlt, ist er noch nicht der neue Eigentümer. Erst muss er noch im Grundbuch eingetragen werden. Um dies kostenlos im Grundbuch zu ändern, haben Erben in Deutschland zwei Jahre Zeit. Danach sind Änderungen auch möglich, jedoch fallen hier dann Kosten an. Um diese Änderung vornehmen zu können, muss nachgewiesen werden, dass ein Erbanspruch besteht. Wenn es ein Testament gibt, aus dem der Besitzanspruch hervorgeht, genügt das. Da in unserem Beispiel keins existiert, müssen sich die Erben einen Erbschein ausstellen lassen.

Möchten Sie wissen, was die beste Lösung für Ihre Immobilie ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern zu Ihren Möglichkeiten.

 

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Wie Augmented Reality die Besichtigung erleichtert

Serie Immobilienvermarktung: 9

An den Innenwänden ist noch keine Tapete und der Boden ist noch Steingrau. Besichtigen Interessenten eine leere Immobilie, fällt es ihnen oft schwer, sich die leeren Räume eingerichtet vorzustellen. Das erschwert ihnen die Entscheidung für eine Immobilie. Mit Augmented Reality kann eine leerstehende Immobilie virtuell eingerichtet werden, während man sich in ihr befindet. Das kann Ihnen helfen, Ihre Immobilie zu vermarkten.

„Augmented Reality“ (AR) ist auf Deutsch „erweiterte Realität“. Mit Hilfe von Smartphone oder Tablet können Sie Ihre Umwelt filmen – in unserem Fall eine Immobilie – und sie live verändern. Mit einer entsprechenden App können Sie Farben an den Wänden oder Bodenbelag anpassen. Oder Sie können virtuell Möbel „einfügen“ und in den Räumen verschieben. Es lässt sich also die Einrichtung der leeren Immobilie planen und auf Smartphone oder Tablet sehen, wie es aussehen würde. Das kann zum Beispiel die App Amikasa 3D Designer. Auch Ikea bietet eine solche App an, mit der Sie Ikea-Möbel maßstabsgetreu und digital in ihre Umgebung einfügen können. Ebenso hat der Baddesigner Villeroy & Boch eine App, mit der sich Bäder planen lassen.

Sie müssen mit der virtuellen Einrichtung auch nicht bis zur Besichtigung warten. Schon bei der Erstellung von Immobilienfotos für das Internet oder das Exposé lassen sich leere Zimmer mit einer virtuellen Möblierung ausstatten. Das hilft Interessenten schon vor der Besichtigung, sich darüber klar zu werden, ob Ihre Immobilie etwas für sie ist. Bei der aktuell hohen Nachfrage können Sie so schon Interessenten herausfiltern und unnötige Besichtigungen vermeiden. Profi-Makler setzen das gezielt ein, um Interessenten zu selektieren.

Eine andere vergleichbare Möglichkeit ist, Interessenten eine virtuelle Besichtigung von deren Sofa zu ermöglichen. Durch Panorama-Aufnahmen oder 360-Grad-HDR- Bilder können sich Interessenten online Ihre Immobilie ansehen. Diese Fotos oder Videos lassen sich auch beliebigen Video- oder Immobilienportalen einbinden. So können Interessenten zu jeder Zeit und von jedem Ort aus Ihre Immobilie besichtigen. Das hat auch zusätzlich den Vorteil, dass Sie anhand der Nutzerdaten einsehen können, wer wirkliches Interesse an Ihrer Immobilie hat und wer nur mal „schnuppern“ möchte. So können Sie sich auf die ernsthaften Interessenten konzentrieren. Die Interessenten werden nämlich aufgefordert, ihre E-Mail-Adresse einzugeben, um alle Räume Ihrer Immobilie zu sehen. Zusätzlich wird registriert, wer sich wie lange in Ihren virtuellen Räumen aufgehalten hat.

Eine andere moderne Methode ist, eine Immobilie virtuell zu erstellen und einzurichten, um sie mit einer VR-Brille zu begehen oder als Film anzusehen. Egal ob Innen oder Außen, Keller oder Luftbild – alles kann betrachtet werden. Tageslicht oder Nacht lassen sich zusätzlich einstellen. Solche Tools lassen sich auf der Webseite Ihres Maklers implementieren. So machen Sie es Ihren potentiellen Käufern einfacher.

Möchten Sie wissen, wie Sie in Zukunft mit Augmented Reality unnötige Besichtigungen vermeiden können? Gerne können Sie sich an uns wenden. Wir stehen Ihnen beratend zur Seite.

 

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Steigende Immobilienpreise in Europa: Deutschland nur im Mittelfeld

Jährlich steigen die Immobilienpreise in Deutschland. Besonders in Metropolen wie München oder Berlin fallen die Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr besonders hoch aus. Doch im Europa-Vergleich verhält sich das Preiswachstum in Deutschland noch moderat.

In Deutschland stiegen die Immobilienpreise nach Analysen des Baufinanzierers Dr. Klein seit 2015 um 14 Prozent – in Ungarn wurde diese Preissteigerung laut Eurostat-Analyse in nur einem Jahr erreicht. Damit ist Ungarn im Eurostat-Vergleich die Nummer 1, wenn es ums Immobilienpreiswachstum geht.

Durchschnittlich stiegen die Preise in der EU um 4,2 Prozent. Verglichen wurden die Hauspreise im zweiten Quartal 2019 mit denen im selben Zeitraum 2018. In Deutschland ergibt sich dabei eine Preissteigerung von 5,2 Prozent. Damit liegt Deutschland nur knapp über dem europäischen Durchschnitt. Hierzulande steigen die Preise vor allem in den Großstädten und ihrem Umland. In Berlin etwa stiegen die Preise laut Dr. Klein im zweiten Quatral 2019 um 9,3 Prozent für Wohnungen und um 12 Prozent für Häuser.

Preise in Osteuropa steigen besonders stark

Ein starker Preisanstieg ist nicht nur in Ungarn, sondern auch in anderen osteuropäischen Ländern zu verzeichnen. Neben Luxemburg (11,4 %), Portugal (10,1 %) und den Niederlanden (8,3 %) sind es vor allem diese Länder, die im Vergleich besonders weit vorne liegen. In Kroatien etwa stiegen die Preise um 10,4 Prozent, in Lettland um 9 Prozent und in Tschechien um 8,7 Prozent.

Doch trotz hoher Preissteigerung: Im Vergleich zu deutschen Immobilien sind die in Ungarn immer noch günstig. So zahlt man dort einer Studie der Beratungsfirma Deloitte zufolge im Durschnitt 1.323 Euro für den Quadratmeter Wohnung. In Deutschland sind es mehr als doppelt so viel: 3.405 Euro. Allerdings verdienen die Ungarn auch wesentlich schlechter als die Deutschen. Während man hier etwa fünf Bruttojahreseinkommen für den Kauf der Immobilie einplanen muss, sind es in Ungarn acht.

Preissteigerungen dank Niedrigzinsen?

Warum schrecken die steigenden Preise dann nicht vom Kauf ab? Immerhin geht das Wirtschaftswachstum in vielen Staaten leicht zurück. Ein Grund könnten die immer niedriger werdenden Zinsen sein. In Deutschland beispielsweise bekommen kreditwürdige Immobilienkäufer einen Zehnjahres-Kredit bereits mit einem Zinssatz von 0,4 Prozent.

Insgesamt sanken die Preise übrigens nur in einem von 29 verglichenen Ländern: In Italien gingen die Preise um 0,2 Prozent zurück. Hier haben sich die Immobilienpreise seit der weltweiten Finanzkrise 2007 nicht mehr erholt. Immobilien verlieren seitdem kontinuierlich an Wert.

Sie möchten wissen, wie der Wert Ihrer Immobilie sich in den letzten Jahren entwickelt hat? Kontaktieren Sie uns jetzt! Wir beraten Sie gern.

 

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Zahl des Monats

48.000.000

 

Etwa 58 Prozent, also 48 Millionen, der Deutschen wohnen bevorzugt in einer kleinen oder mittleren Stadt oder im Umland einer Stadt. Das ergab die Wohntraumstudie von Interhyp im vergangenen Jahr. Neben den Immobilienpreisen ist es auch der gut ausgebaute öffentliche Nahverkehr, der die kleineren Städte und das Umland so attraktiv macht.

Ein Viertel der Bundesbürger (26 Prozent) bevorzugt das Wohnen auf dem Land, sprich in einem Dorf. So leben mehr als sieben Millionen Deutsche in Orten mit 2.000 Einwohnern oder weniger. Für 16 Prozent der Befragten ist die Großstadt der Lieblingswohnort. Trotzdem wohnt fast ein Drittel der Deutschen in einer der 85 deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Was aber fast allen (90 Prozent) bei der Wahl des Wohnortes wichtig ist, ist die Nähe zu Familie und Freunden.

 

 

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Die Bauzinsen sinken weiter

Mit hohen Zinsen auf die eigenen Spareinlagen kann aktuell niemand rechnen. Immer mehr Banken kündigen sogar Premium-Sparverträge. Doch die Niedrigzinsphase hat auch einen Vorteil: Darlehen und Kredite gibt es heute so günstig wie nie. Experten gehen davon aus, dass es bald zu einer Nullprozentverzinsung oder gar zu Negativzinsen kommen könnte.

In Dänemark ist es bereits soweit: Die Nordea Bank vergibt bei einer 20jährigen Laufzeit Immobilienkredite ohne Zinsen. In Deutschland sind die Banken laut einer Analyse des Kreditvermittlers Interhyp aktuell noch etwas vorsichtiger. Aber auch hier ist die Verzinsung so gering wie noch nie. Wer eine gute Kreditwürdigkeit vorweisen kann, kann je nach Anbieter mit einer Verzinsung von 0,4 Prozent bei zehn Jahren Laufzeit rechnen. Für die Analyse wurden die Konditionen von mehr als 400 Geldgebern verglichen.

Wieso sind die Zinsen gerade so niedrig?

Die Zeiten hoher Zinsen, die die Immobilienfinanzierung zum Albtraum machen sind schon lange vorbei. Bereits 2016 hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitsatz für die Vergabe von Zinsen auf 0 Prozent gesenkt. Banken, die sich Geld von der EZB leihen, müssen dafür also keine Zinsen zahlen und können diese günstigen Konditionen an ihre Kunden weitergeben. Die EZB geht aber noch einen Schritt weiter und erhebt Negativzinsen auf große Sparanlagen. Das macht das Anlegen von Geld für Banken aktuell unattraktiv, die Vergabe von Krediten lohnt sich also. Mit diesen Maßnahmen möchte die EZB die Wirtschaft ankurbeln. Wenn es unattraktiv ist zu sparen, geben die Menschen es eher aus und die Wirtschaft wächst.

Nullprozentverzinsung oder doch gar Negativzinsen?

Finanzexperten halten es für sehr wahrscheinlich, dass die Bauzinsen auch hier in Deutschland bei guter Kreditwürdigkeit bald auf 0 Prozent fallen könnten. Immerhin müssen Banken aktuell 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei der EZB anlegen. Durch die Vergabe eines Kredites ohne Zinsen machen sie so zwar keine Gewinne – anders als bei der Anlage des Geldes verlieren sie aber auch kein Geld.

Theoretisch lohnt es sich daher sogar Kredite mit Negativzinsen, die unter besagten 0,5 Prozent liegen zu vergeben. Schließlich verschenkt die Bank so immerhin noch weniger Geld, als sie verlieren würde, wenn sie ihr Geld bei der EZB einlagert.

Für Immobilienkäufer wäre das ein Traum. Wer einen Kredit über 100.000 Euro aufnimmt müsste bei einer Negativverzinsung von 0,1 Prozent nur 99.000 Euro zurückzahlen. Auf Anfrage von Finanz-Szene.de teilten allerdings sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank mit, aktuell keine Kredite mit Negativzinsen zu planen.

Doch auch bei den aktuellen Niedrigzinsen dürften die Nachfrage nach Immobilien weiter steigen – und damit auch die Preise. Für Immobiliensuchende ist deshalb ein ausreichender Eigenkapitalanteil entscheidend. Für Eigentümer könnte jetzt genau der richtige Zeitpunkt sein, um zu verkaufen.

Sie wollen Ihre Immobilie verkaufen und von dieser hohen Nachfrage profitieren? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie gerne.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

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Zahl des Monats

1,99

Deutschlands Haushalte werden kleiner. Im bundesweiten Durchschnitt wohnten 2018 1,99 Personen in einem Haushalt. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. 1991 lag der Wert noch bei 2,27 Personen pro Haushalt. Das hat natürlich direkte Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Denn dass die Haushalte kleiner werden, bedeutet im Umkehrschluss, dass die Anzahl der Haushalte steigt.

Laut dem Statistischen Bundesamt nimmt die Anzahl der Single-Haushalte gerade in den Metropolen zu. Im vergangenen Jahr waren von 41,4 Millionen deutschen Haushalten 42 Prozent Single-Haushalte. Zweipersonenhaushalte kamen, laut Statistik, auf 34 Prozent und Dreipersonenhaushalte auf 12 Prozent. Haushalte mit vier oder mehr Personen gibt es nur noch zu 12 Prozent.

 

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Die Teilungsversteigerung – Nicht nur in der Scheidung ungünstig

Paare, die sich in der Scheidung befinden, müssen in der Regel auch klären, wie sie den gemeinsamen Besitz teilen. Im Gegensatz zu Vermögen lassen sich Immobilien häufig schwerer aufteilen. Finden Paare keine gemeinsame Lösung, kann eine Teilungsversteigerung drohen. Doch die ist oft mit Nachteilen für die Eigentümer verbunden.

Viele wissen: bevor man sich scheiden lassen kann, muss man ein Jahr getrennt leben. Oft kümmern sich Paare danach, während der Scheidung, um die Aufteilung des Besitzes. Ein Paar, dem schon früher klar ist, dass eine Versöhnung ausgeschlossen ist, kann die Immobilie aber auch schon im Trennungsjahr verkaufen. Den Prozess der Scheidung vereinfacht das oft. Denn so kann der Verkaufserlös einfacher aufgeteilt werden und beide Partner können ihren Neuanfang planen oder eventuelle Bankverbindlichkeiten tilgen.

Wenn das Trennungsjahr vorüber ist, kann einer der Ehepartner den Verkauf der gemeinsamen Immobilie verlangen. Wenn der andere Ehepartner sich dem aber verweigert, kann er sogar verklagt werden, um seine Zustimmung zu erteilen. Dies kann aber zum Beispiel verhindert werden, wenn sich das Paar an einen zum Mediator ausgebildeten Immobilienprofi wendet. Denn dieser hilft bei der Abwägung der Interessen.

Entschließt sich das Paar dazu, dass die Immobilie später einmal an die Kinder vererbt werden soll, so kann sie beispielsweise auch vermietet werden. Mit den Einnahmen könnte auch der Kredit bei der Bank getilgt werden.

Es kann natürlich auch einer der Partner die Immobilie behalten. Allerdings muss dann der andere ausgezahlt werden. Kann sich das Paar jedoch nicht einigen, wie viel dem anderen zu zahlen ist, droht eine Teilungsversteigerung. Diese ist ein Teil der Zwangsversteigerung und kann von einem der Partner unabhängig beim Amtsgericht beantragt werden. Sie dient dazu, nicht teilbares Vermögen in teilbares Vermögen umzuwandeln.

Eine Teilungsversteigerung ist aber oft eine ungünstige Lösung. Denn häufig wird eine Immobilie auf diese Weise unter Wert verkauft. Denn auf solche Gelegenheiten warten viele Schnäppchenjäger. Der Partner, der in der Immobilie bleiben möchte, hat zwar auch die Chance, auf diese Weise den anderen Teil der Immobilie günstig zu erwerben, wenn er das Höchstgebot abgibt. Allerdings besteht auch für ihn das Risiko, dass er von einem anderen Bieter überboten wird oder dass ein anderer Bieter den Preis so weit in die Höhe treibt, dass der entsprechende Teil der Immobilie zu teuer wird. Bei diesen Kosten bleibt es jedoch nicht: Kosten zwischen 1.000 und 2.500 Euro für einen Sachverständigen kommen dazu. Zusätzlich entstehen Kosten für den Notar sowie für das ganze Verfahren.

Als neutrale Instanz hilft ein Profi-Makler beiden Seiten, eine Teilungsversteigerung zu vermeiden und für die Ex-Ehepartner die optimale Lösung für die gemeinsame Immobilie zu finden.

Sind Sie unsicher, was die beste Lösung für Ihre Immobilie in der Trennungsphase ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

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Renovierungen und Bauarbeiten: So klappt es mit den Handwerkern

Wer in Deutschland einen Handwerker beauftragen will, muss meist lange warten. Rund 100 Tage vergehen von der Auftragserteilung bis zum Arbeitsbeginn. Wer so lange nicht warten will, fällt oft auf unseriöse Anbieter rein oder wird am Ende versetzt. Doch wie geht man bei der Beauftragung eines Handwerkers am besten vor?

Langfristig planen

Aktuell fehlt es im Handwerk überall in Deutschland an Fachkräften. Ausbildungsplätze können häufig nicht besetzt werden – was folgt sind lange Wartezeiten von mehr als 10 Wochen. Das geht aus dem Konjunkturbericht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks hervor. Bei Großprojekten wie einem neuen Dach, einer Klimaanlage oder einem Pool sind lange Wartezeiten kaum zu vermeiden. Deshalb sollten solche Projekte langfristig geplant werden. Wer ein altes Dach hat, wartet also besser nicht, bis sich der erste Ziegel löst oder es ins Wohnzimmer tropft, sondern vereinbart einen Termin, wenn das Dach noch heile ist.

Sollte ein akuter Notfall wie ein Rohrbruch oder eine nicht funktionierende Dusche vorliegen, nehmen viele Handwerker sich dafür allerdings auch kurzfristig Zeit. Da ist es ähnlich wie beim Arzt: Auf den Termin für die Vorsorgeuntersuchung wartet man gerne mal monatelang, doch liegt man mit einer Grippe flach, kann man sich zum Glück trotzdem über schnelle Hilfe freuen.

Bauarbeiten abseits der Saison planen

Bei Projekten wie dem Pool, der Klimaanlage oder einer neuen Fußbodenheizung kann es sich außerdem lohnen, außerhalb der Saison zu planen. Dann stehen Fachmänner nicht nur schneller zur Verfügung, sie nehmen häufig auch weniger Geld als in der Hauptsaison. Wer etwa seinen Pool im Winter oder Herbst plant, hat dadurch gleich mehrere Vorteile. Schließlich stören die Bauarbeiten einen dann nicht beim Sonnen auf der Terrasse und die schön angelegten Blumenbeete werden nicht durch den Bagger zerstört.

Empfehlungen online & offline einholen

Mittlerweile gibt es viele Online-Portale, auf denen man sich schnell und unkompliziert Angebote von Handwerkern einholen kann. Auf Plattformen wie My-Hammer.de, Handwer-123.de oder Blauarbeit.de werden die Firmen auch direkt von bisherigen Kunden bewertet. Oftmals beschweren diese sich aber über mangelnde Zuverlässigkeit. Empfehlungen aus dem eigenen Bekanntenkreis können daher nach wie vor hilfreicher sein.

Vorab auf ein Angebot einigen

Egal, wie Sie Ihren Handwerker finden: Wichtig ist, dass Sie vorab ein Angebot einholen und alle Kostenpunkte klären. Gerade bei Notfällen wird das schnell vergessen – und wer Pech hat steht am Ende mit einer Rechnung von mehreren hundert Euro da, nachdem der Handwerker nur fünf Minuten lang das verstopfte Rohr gereinigt hat. Vereinbaren Sie deshalb, wenn möglich, vorher einen Festpreis und einigen sich darauf, dass der Handwerker eventuelle Mehrkosten vor der Ausführung mit Ihnen bespricht. So gibt es am Ende keine böse Überraschung.

Sie suchen einen Handwerker, weil Sie Ihr Haus vor dem Verkauf renovieren lassen können? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir wissen, welche Maßnahmen den Verkaufspreis wirklich steigern können.

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Immobilienverkauf: Was ist eigentlich der Bodenrichtwert?

Wer den Wert der eigenen Immobilie berechnen möchte, wird irgendwann auch auf den Begriff „Bodenrichtwert“ stoßen. Der Bodenrichtwert gibt an, wie viel ein Quadratmeter eines Grundstücks in einer bestimmten Lage wert ist. Doch wie wird er berechnet und wofür braucht man ihn?

Der Bodenrichtwert wird von einem regionalen Gutachterausschuss bestimmt. Die Gutachter schauen sich dabei die Verkaufspreise unbebauter Grundstücke in den letzten zwei Jahren an und ermitteln auf dieser Grundlage einen Wert.

Je nach Gemeinde werden dabei unterschiedliche Maßstäbe angewandt. Während in Berlin nach Lageklassen geclustert wird, legt der Gutachterausschuss in Hamburg einen Durchschnittswert für jeden Stadtteil fest. Entscheidend ist auch die geplante oder bereits vorhandene Bebauung. Relevant können hier unter anderem die Geschossanzahl, die Nutzungsart und ob es sich um ein Mehrfamilienhaus oder ein Ein- oder Zweifamilienhaus handelt sein.

Die Ergebnisse werden sowohl auf Bodenrichtwertkarten als auch in -tabellen veröffentlicht. Die Veröffentlichung der aktuellen Werte muss mindestens alle zwei Jahre in einem Marktbericht erfolgen.

Der Bodenrichtwert ist nicht der Verkehrswert

Wer ein Grundstück verkaufen möchte, kann sich bei der Wertermittlung allerdings nicht rein auf den Bodenrichtwert verlassen. Denn natürlich hat jedes Grundstück seine ganz besonderen Eigenheiten. Der Bodenrichtwert ist hingegen dafür da, Vergleichbarkeit zu schaffen. Er setzt sich aus den Durchschnittswerten vergangener Verkäufe zusammen und wird meist in einer Preisspanne angegeben. Somit ist er bei einer professionellen Wertermittlung eine wichtige Grundlage für den letztendlichen Angebotspreis, kann diesen allerdings nicht ersetzen.

Auch bei der Berechnung des Wertes von Gebäuden ist der Bodenrichtwert eine wichtige Grundlage. Beim Sachwertverfahren etwa wird der Immobilienwert in den Bodenwert und den Sachwert, also den Wert der Herstellungskosten des Gebäudes gegliedert.

Der Bodenrichtwert in dynamischen Märkten

Da die Grundstückspreise des vergangenen Jahres die Grundlage für die Ermittlung des Bodenrichtwerts sind, ist dieser besonders auf sehr dynamischen Märkten mit Vorsicht zu genießen. Denn in Städten wie Berlin oder München steigen die Immobilienpreise jährlich um durchschnittlich rund zehn Prozent. Der Bodenrichtwert ist am Ende eines Jahres mitunter also schon wieder überholt. Aus diesem Grund werden die Marktberichte mit den Bodenrichtwerten in Großstädten häufig auch nicht nur, wie gesetzlich vorgeschrieben, alle zwei Jahre veröffentlicht, sondern jedes Jahr.

Ein lokaler Profi-Makler kennt die Preisentwicklung auf dem heimischen Immobilienmarkt und kann den Wert einer Immobilie somit marktgerecht bestimmen.

Sie möchten wissen, wie viel Ihre Immobilie aktuell wert ist? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie gerne.

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Eigentumswohnung verkaufen: Ohne Stress mit den Nachbarn

Stress mit den Nachbarn hat wohl kaum jemand gern. Doch wo viele Menschen in einem Haus leben, kann es auch mal zu Konflikten kommen – und das sogar, wenn Sie ausziehen und Ihre Wohnung verkaufen möchten. Denn Nachbarn haben je nach Vereinbarung laut Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ein Wörtchen bei der Käuferwahl mitzureden.

Was den Verkauf ihrer Eigentumswohnung erschweren kann, ist die sogenannte Veräußerungsbeschränkung. Sie ist allerdings nicht in vielen Eigentümergemeinschaften üblich. Um sich Sicherheit darüber zu verschaffen, ob Sie davon betroffen sind, reicht ein Blick in die Gemeinschaftsordnung oder das Grundbuch. Denn hier muss nach Paragraf 12 WEG eine Veräußerungsbeschränkung dokumentiert sein. Und sie ist vor allem auch nur dann rechtskräftig, wenn sie auch ins Grundbuch eingetragen wurde. Ein Eintrag in die Gemeinschaftsordnung reicht nicht aus. Besteht keine Veräußerungsbeschränkung, können Sie beruhigt sein. Dann können Ihre Nachbarn Ihnen bei der Käuferwahl keinen Strich durch die Rechnung machen.

Steht eine Veräußerungsbeschränkung im Grundbuch, benötigen Sie auch die Zustimmung der anderen Eigentümer. Denn der Vertrag mit dem Käufer Ihrer Wohnung ist erst dann wirksam, wenn die Zustimmung aller Eigentümer vorliegt. Der Paragraf 12 WEG dient schließlich dem Schutz der Eigentümer, wenn sie einen Kaufinteressenten als problematisch einstufen. Einen solchen zukünftigen Nachbarn kann die Eigentümergemeinschaft dann verhindern.

Aber machen Sie sich keine Sorgen! Die Eigentümergemeinschaft kann nicht jeden Kaufinteressenten ablehnen, nur weil er vielleicht laute Kinder haben oder als Single häufig Partys feiern könnte. Damit die Eigentümergemeinschaft Paragraf 12 WEG anwenden kann, muss schon ein triftiger Grund vorliegen. Ebenso reicht natürlich nicht der Einspruch eines Nachbarn für eine solche Entscheidung. Wie die Eigentümergemeinschaft Einfluss auf Ihren Wohnungsverkauf ausüben kann, ist mit drei möglichen Verfahren geregelt:

1.    Alle Mitglieder entscheiden über den Verkauf
2.   Eine Mehrheitsentscheidung entscheidet über den Verkauf
3.   Nur die Hausverwaltung entscheidet über den Verkauf

Welches Verfahren in Ihrer Eigentümergemeinschaft zur Anwendung kommt, sollte ebenfalls im Grundbuch stehen.

Prüfen Sie also vor dem Verkauf Ihrer Eigentumswohnung, ob Sie einer Veräußerungsbeschränkung unterliegen und falls ja, in welchem Verfahren darüber entschieden wird. Spätestens beim Notartermin könnte es sonst ein böses Erwachen geben. Hier lohnt es sich, einen Immobilienprofi zu Rate zu ziehen, der alle rechtlichen Fallstricke kennt und auch den optimalen Käufer für Ihre Wohnung findet. Dann fällt es Ihren Nachbarn schwer, Ihnen beim Verkauf Ihrer Wohnung Stress zu machen.

Sie möchten Ihre Wohnung im Mehrfamilienhaus verkaufen und dabei keine Fehler machen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

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Achtung Krebsrisiko! Durch Radon im Haus

Radon ist nach Rauchen die häufigste Ursache für Lungenkrebs in Deutschland. Es ist ein radioaktives Edelgas, das sich fast überall in deutschen Böden finden lässt. Von da aus dringt es in Gebäude ein. Da dies bis jetzt in Deutschland kaum bekannt ist, warnt jetzt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) davor und rät, die eigene Immobilie untersuchen zu lassen.

Steigt radonhaltige Bodenluft aus dem Boden in Gebäude, verteilt sie sich in allen Räumen. Dabei ist in der Regel die Radon-Konzentration in der Luft in Keller und Erdgeschoss zwar am höchsten, aber auch in die oberen Etagen dringt Radon vor. Je mehr es sich dabei mit radonarmer Luft vermischt, sinkt natürlich auch die Konzentration. Allerdings kommt es aber auch vor, dass Baumaterialien Radon enthalten und freisetzen.

Laut BfS können circa fünf Prozent aller Todesfälle durch Lungenkrebs auf Radon zurückgeführt werden. Deshalb wird es als ernste Gefahr eingestuft. Da Menschen es weder sehen, riechen und schmecken können, atmen sie es unbemerkt ein. Je mehr Radon sich in der Atemluft befindet und je länger es eingeatmet wird, desto höher ist das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Ein Schwellenwert, unter welchem Radon mit Sicherheit ungefährlich ist, ist nach Angaben des BfS nicht bekannt.

Auf einer Karte des BfS lässt sich erkennen, das folgende Bundesländer besonders von einer hohen Radon-Konzentration im Boden betroffen sind: Thüringen, Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Dabei sind vor allem Immobilien gefährdet, die keine durchgehende Grundplatte aus Beton besitzen oder vor 1960 gebaut wurden und über keine moderne Feuchteisolation verfügen. Aber auch Immobilien, die nicht unterkellert sind oder wo sich Aufenthaltsräume im Keller befinden, sind besonders gefährdet. Ebenso erhöhen Spalten, Risse, Natursteingewölbe, offene Kellerböden, nicht abgedichtete Leitungsdurchführungen und Verbindungen zu unterirdischen Hohlräumen das Radon-Risiko.

Wer sich hier absichern möchte, dem empfehlen Experten, die Radonwerte in der eigenen Immobilie messen zu lassen. Radon-Messgeräte gibt es von verschiedenen Anbietern. Diese Anbieter werten anschließend die ermittelten Daten auch aus. Das kostet etwa zwischen 30 und 50 Euro – abhängig vom Anbieter. Zudem führt aktuell das BfS eine Studie zur Ermittlung der Radon-Konzentration in deutschen Wohnungen durch. Wer an der Studie teilnimmt, erhält die Messergebnisse aus der eigenen Wohnung kostenlos. Ob Sie sich noch anmelden können und wo erfahren Sie hier: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/radon/karten/studie.html

Als Sofortmaßnahmen vor einer Überprüfung empfiehlt das BfS regelmäßig zu lüften – „und zwar so, dass bereits nach wenigen Minuten die gesamte Innenraumluft ausgetauscht ist.“ Zusätzlich rät das BfS zur Abdichtung von Türen und Leitungen zum Keller sowie von Eintrittswegen des Radons ins Gebäude. Radonhaltige Bodenluft lässt sich auch absaugen, wenn der Baugrund durchlässig genug ist. Lassen Sie sich im Zweifel von einem Radon-Fachmann beraten.

Möchten Sie wissen, wie radonhaltige Luft den Wert Ihrer Immobilie beeinflusst? Kontaktieren Sie uns. Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

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