Immobilienteilung: Bringt es Vorteile?

Die Teilung der Immobilie kann aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll sein. Die Kinder können das Haus verlassen haben und man hat plötzlich zu viel Platz. Oder man ist einfach nicht mehr fit genug, um die Treppen hinauf zu gelangen und lebt sowieso nur noch im Erdgeschoss. Wir erklären Ihnen, warum Sie über die Teilung Ihrer Immobilie nachdenken sollten und welche Vorteile sie mit sich bringt.

Eine Teilung der Immobilie bietet sich vor allem für Menschen an, die das Rentenalter erreicht haben. Wohnt ein älteres Ehepaar in einer Immobilie, die viel mehr Platz bietet als benötigt wird, kann das häufig als Ballast empfunden werden. Das Zuhause kann zwar altersgerecht umgebaut werden, aber überschüssiger Platz bleibt. Die Teilung der Immobilie kann hier unter Umständen die richtige Lösung sein. Es können neue Nutzungsmöglichkeiten entstehen und neue Mieter, vielleicht auch aus der eigenen Familie, könnten einziehen.

Gerade für ältere Menschen stellen die neuen Mieter eine Möglichkeit dar, noch einmal neue soziale Kontakte zu knüpfen und sich im Rentenalter nicht zu sehr zurückzuziehen. Diese Kontakte könnten dann vielleicht sogar unterstützend im Alltag mithelfen. Ein weiterer Vorteil ist die Steigerung des Sicherheitsgefühls, welches bei älteren Menschen häufig an Bedeutung gewinnt. Genauso vorteilhaft ist dieser Faktor für Alleinstehende und Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen wenig in ihrer Wohnung sind.

Die zusätzlichen Mieteinnahmen, die eine Immobilienteilung mit sich bringt, stellen einen weiteren Vorteil dar. Zudem können nicht nur die Kosten für das Haus geteilt werden, sondern auch die Arbeit, die täglich anfällt. Gerade für ältere Menschen, die schon etwas Betreuung brauchen, bietet es sich zum Beispiel an, gleich die eigenen Pflegekräfte in der neuen Wohnung leben zu lassen. Auf diese Weise kann ein Leben im Pflegeheim vermieden werden und ältere Menschen können so lange wie möglich im eigenen Zuhause wohnen bleiben.

Für die Teilung einer Immobilie wird in jedem Fall eine Teilungserklärung benötigt. Die Teilungserklärung regelt, welche Flächen zum Sondereigentum und welche zum Gemeinschaftseigentum zählen. Sie hält auch weiterhin die Rechte und Pflichten der verschiedenen Parteien fest. Hierbei macht es keinen Unterschied, ob Sie selbst in Ihrer Immobilie wohnen oder nicht. Eine Teilungserklärung ist auch dann notwendig, wenn das geteilte Objekt ausschließlich an andere vermietet wird. Sie legt fest, was der gemeinschaftlichen und was der privaten Nutzung angehört. Die Teilungserklärung muss sowohl vom Notar beglaubigt als auch ins Grundbuch eingetragen werden.

Die Teilung einer Immobilie ist auch immer mit Kosten verbunden. Die Arbeit des Notars kann mit etwa 70 Euro veranschlagt werden. Hinzu kommen die Kosten für eine bauliche Veränderung. Kurzfristig kann mit der Immobilienteilung kein zusätzliches Einkommen erzielt werden. Auf längere Zeit ist das jedoch möglich. Sie sollten bevor Sie den Umbau planen immer einen Immobilienprofi hinzuziehen, der Sie dabei berät.

Schließlich sollten Sie bei der Teilung einer Immobilie darauf achten, dass die Wohnungen deutlich voneinander getrennt sind. Wichtig sind dabei eine gute Schallisolierung und ein sparsamer Umgang mit Sichtbeziehungen. Die Begegnung und Wahrnehmung der Bewohner sollten in der Weise stattfinden, dass sie sich nicht aufzwingen.

Möchten Sie wissen, ob für Sie eine Immobilienteilung sinnvoll ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gerne.     

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © Mike/pexels.com

Umschuldung: für wen lohnt sie sich?

Die Abzahlung eines Bankdarlehens für das eigene Zuhause kann häufig um die 30 Jahre in Anspruch nehmen. Nach zehn Jahren kommt es zum Ende der Zinsbindung. Dann müssen Eigentümer sich um die Anschlussfinanzierung kümmern. Sie müssen sich entscheiden, ob sie ihrer Bank die Treue halten oder ob sie das Hypothekendarlehen bei einer anderen Bank umschulden möchten. Wir verraten Ihnen, wann eine Umschuldung und der Wechsel des Darlehensgebers sinnvoll sein können.

Es bestehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten, wenn die Zinsbindung nach zehn Jahren abgelaufen ist. Der Kreditnehmer kann sich zum einen dafür entscheiden, bei seiner alten Bank zu bleiben und seinen bestehenden Darlehensvertrag zu verlängern. Dieser Vorgang wird als Prolongation bezeichnet. Zum anderen aber kann sich der Kreditnehmer auch dafür entscheiden, die Anschlussfinanzierung für eine Darlehensumschuldung zu nutzen. Hierbei löst er das bestehende Darlehen durch einen neuen Kredit ab, der ihm bessere Konditionen bietet. Überwiegend wechselt der Kreditnehmer bei der Umschuldung auch zu einer anderen Bank. Dennoch kann die Umschuldung des Darlehens auch bei der eigenen Bank vorgenommen werden.

Bei einer Umschuldung sollten Sie sehr genau auf die Fristen achten. Haben Sie herausgefunden, wann die aktuelle Zinsbindung endet, muss die schriftliche Kündigung spätestens drei Monate vor Ablauf der Zinsbindung bei Ihrer Bank eingehen. Wenn Sie sich für eine neue Bank entschieden haben, müssen Sie dieser natürlich den genauen Wechseltermin mitteilen und mit ihr einen neuen Vertrag schließen. Die Restschuld des alten Darlehens wird dann automatisch durch die Summe der neuen Baufinanzierung abgelöst.

Wollen Sie den bestehenden Kredit mit Ihrer bisherigen Bank vor dem Ende der Zinsbindung kündigen, um zu einer anderen Bank zu wechseln, wird eine Art Strafgebühr fällig. Das liegt daran, dass der alten Bank dadurch Einnahmen entgehen. Die Gebühr wird als Vorfälligkeitsentschädigung bezeichnet. Meistens lohnt sich wegen der Höhe der Strafgebühr ein frühzeitiges Umschulden nicht.

Wenn Sie aber mit dem Gedanken spielen, eine Umschuldung nach Ablauf der Zinsbindung vorzunehmen, können Ihnen große Vorteile entstehen. Es bietet sich Ihnen die Chance, bessere Konditionen auszuhandeln und durch niedrigere Zinsen Geld zu sparen. In jedem Fall sollten Sie sich aber vorab gut über alle Angebote informieren und sich am besten von einem Experten beraten lassen. Wenn Sie Ihrer alten Bank zeigen, dass Sie gut über alle Angebote informiert sind, wird diese ihnen unter Umständen ein eigenes attraktives Angebot zur Umschuldung machen. Neben gewerblichen Beratern können auch Schuldnerberatungsstellen helfen. Generell ist davon auszugehen, dass je höher die Restschuld ist, desto eher sich die Umschuldung lohnt.

Schließlich ist auch eine fristgerechte Umschuldung durch den Wechsel zu einer anderen Bank immer mit Kosten verbunden. Werden die Schulden umgeschrieben, muss auch der Eintrag der Grundschuld geändert werden. Es findet eine sogenannte Grundschuldabtretung statt. Hierdurch kommt es zu Notarkosten, da allein der Notar dieses Rechtsgeschäft veranlassen kann. Diese Notarkosten betragen in etwa 0,17 Prozent der Restschuld. In der Regel wird Ihre neue Bank die nötigen formellen Schritte vornehmen.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, ob eine Umschuldung für Ihre Immobilie sinnvoll ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gerne.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © Hubenov/Depositphotos.com

Warum Sie viel Zeit für den Hausverkauf einplanen sollten

Wer sich dafür entscheidet seine Immobilie zu verkaufen, steht vor der Frage, wieviel Zeit er insgesamt einplanen muss und wie lange die einzelnen Schritte des Hausverkaufs dauern können.  Ein privater Hausverkauf stellt in der Regel eine Herausforderung dar, bei der es viel zu organisieren gibt. Aber welche Phasen machen den Hausverkauf eigentlich zu einem langandauernden Prozess?

Ein bedeutender Faktor für den erfolgreichen Verkauf einer Immobilie ist die Nachfrage. Diese ist abhängig von der Region, der Lage, dem Objektzustand der Immobilie und natürlich von dem Angebotspreis. Der Vermarktungsprozess beim Immobilienverkauf setzt sich aus mehreren Schritten zusammen und kann durch einen professionellen Makler beschleunigt werden. In der Regel kann man davon ausgehen, dass der Verkauf von Einfamilienhäusern im Durchschnitt 4-6 Monate dauert und der Verkauf von Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern noch 1-3 Monate mehr in Anspruch nehmen kann. Diese Durchschnittswerte müssen aber nicht immer für ein konkretes Objekt gelten. Wenn Sie einen lokalen Profi-Makler hinzuziehen, können sich auch die Durchschnittswerte wesentlich verkürzen.

Am Beginn steht immer die Preisermittlung des Objektes. Diese können Sie entweder online selbst vornehmen oder sie durch einen Makler oder Sachverständigen durchführen lassen. Wenn Sie die schnellste Variante wählen und einem Online-Portal allein vertrauen, laufen Sie Gefahr, die Immobilie unter Wert zu verkaufen und sich somit Geld entgehen zu lassen. Oder Ihre Immobilie steht mit einem zu hohen Preis zu lange zum Verkauf, bis ein Interessent zuschlägt. Ein professioneller Makler hingegen kennt die gängigen Methoden zur richtigen Angebotspreisfindung. Denn er besitzt sehr gute Kenntnisse über den lokalen Immobilienmarkt. Mit der richtigen Verkaufsstrategie kann er Ihnen dabei helfen, die Interessenten in kürzerer Zeit heranzuziehen und Ihre Immobilie dabei letztlich nicht unter ihrem Wert zu verkaufen.

Das Inserieren der Immobilie ist der nächste Schritt und sollte ebenfalls mit professioneller Hilfe durchgeführt werden. Ein Exposé zu erstellen, das schließlich die Visitenkarte Ihrer Immobilie ist, nimmt Zeit in Anspruch, da es unbedingt alle wichtigen Angaben beinhalten sollte. Ein Makler wird die richtige Zielgruppe ansprechen, alles Erforderliche im Exposé festhalten und vorteilhafte Fotos veröffentlichen.  Es werden sich im besten Fall viele Interessenten zwecks eines Besichtigungstermins melden und es müssen viele Anrufe und E-Mails beantwortet werden. Neben einer Vollzeitbeschäftigung ist das beinahe unmöglich und so ist es immer von Vorteil, hier einen Fachmann zur Seite zu haben, der diese Zeit investieren kann. Ebenso können die Besichtigungen, je nach Immobilie, viel Zeit und Mühe kosten. Auch hier wird ein Makler seine Erfahrungen nutzen und Gespräche mit Interessenten fachgerecht führen, um den richtigen Käufer für Sie zu finden. Schließlich können Sie sich auf die Suche nach einem Notar machen, nachdem die Liquidität des ausgewählten Interessenten geprüft wurde. Zwischen der mündlichen Kaufzusage und dem Eingang des Geldes beim Verkäufer vergehen in der Regel 10-12 Wochen.

Suchen Sie jemanden, der sich um Ihren Hausverkauf kümmert? Kontaktieren Sie uns! Wir helfen Ihnen gerne.


Foto: © pongratta/Depositphotos.com

Darum verlassen die jungen Deutschen das Land

Gerade in den letzten Jahren ist eine Entwicklung zu beobachten, die immer rapider vorangetrieben wird. Junge Menschen ziehen zunehmend von dem Land in die großen Städte. Noch bis vor fünfzehn Jahren war die Landbevölkerung im Mittel jünger als die Stadtbevölkerung. Heute ist das Gegenteil der Fall. Ältere Menschen bevorzugen immer mehr das Land. Dahinter stecken verschiedene Ursachen.

Durch den Wegzug junger Menschen vom Land entsteht eine demographische Ungleichheit, die sich stetig weiterentwickelt. Dieses Ergebnis ist ein Teil der Studie des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung. Grundlage der Studie waren Ergebnisse aus den Jahren 2008 bis 2014. Da ausschließlich das Umzugsverhalten deutscher Staatsbürger für die Auswertung herangezogen wurde, spiegeln die Ergebnisse nur die Entwicklung der Binnenmigration wider.

Während der Jahre des Studienzeitraumes waren es ganze 250.000 Menschen mehr, die es von ländlichen Gegenden in städtische Gegenden zog als umgekehrt. Somit konnte die Studie die Zuwanderung in die Städte und die Abwanderung vom Land in ihrer ganzen Ausprägung deutlich machen. Dabei ergab sich eine große Auffälligkeit hinsichtlich der Altersstruktur der Menschen, die während der Studienjahre einen Umzug unternommen haben. Besonders ausgeprägt ist die Landflucht bei der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen. Junge Menschen ab dreißig hingegen tendieren häufiger dazu, von den Städten in ländliche Regionen zu ziehen.

Der Zuzug der jungen Erwachsenen, die noch keine dreißig Jahre alt sind, lässt sich vor allem dadurch erklären, dass sich diese Bevölkerungsgruppe gerade in der Ausbildungsphase befindet und somit Universitätsstädte bevorzugt.

Des Weiteren werden die an einem Ort übliche Lohnhöhe und die Arbeitslosigkeit mit ursächlich dafür, dass junge Menschen aus ländlichen Regionen abwandern. Tendenziell wandern Menschen dort ab, wo ein niedriges Lohnniveau vorherrscht und die Arbeitslosigkeit hoch ist. Eine hohe Arbeitslosenquote veranlasst junge Menschen dazu, in Regionen zu ziehen, wo die Beschäftigungsquote höher liegt. Die an einem Ort üblichen Wohnpreise werden jedoch in keinem auffälligen Maße dafür verantwortlich, dass Menschen eine Umzugsentscheidung treffen.

Das Problem der Abwanderung junger Menschen aus ländlichen Regionen ist in ostdeutschen Gebieten besonders prägnant. Dies kann am Beispiel von Bautzen, wo besonders viele 18- bis 29-Jährige wegziehen, noch einmal deutlich gemacht werden. Rund ein Viertel dieser Altersgruppe entschieden sich in den Untersuchungsjahren, vom Land in die Stadt zu ziehen.

Ganz anders sieht es in den großen Städten wie München und Hamburg aus. Dass gerade hier ein großer Zuwachs von jungen Menschen zu verzeichnen ist, verdeutlich noch einmal, dass die besten Möglichkeiten für einen fair bezahlten Arbeitsplatz einen Ort besonders attraktiv für junge Menschen machen.

Möchten Sie wissen, wie sich der Wegzug junger Menschen auf Ihre Immobilie auswirkt? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gerne.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © SeventyFour/Depositphotos.com

Was Immobilienverkäufer über die Mängelhaftung wissen müssen

Mängelhaftung

Bereits beim letzten Besuch hat der Schornsteinfeger Ihnen gesagt, dass die Balken Ihres Daches so langsam morsch werden und das Dach in den nächsten Jahren erneuert werden muss. Nun wollen Sie Ihr Haus verkaufen und wissen ganz genau: Wenn Sie diesen Mangel angeben, drückt das auf den Preis. Doch Vorsicht: Wer nichts sagt, muss später oft wesentlich mehr zahlen.

In Deutschland gibt es nämlich eine Mängelhaftung für Verkäufer. „Der Verkäufer hat dem Käufer die Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen.“ Heißt es im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in §433 Absatz 1. Ein Sachmangel liegt zum Beispiel vor, wenn ein zu Wohnzwecken gekauftes Haus aufgrund eines undichten Daches oder anderer Mängel an der Bausubstanz unbewohnbar ist. Ein Rechtsmangel hingegen bedeutet, dass Rechte Dritter die Immobilie für den Käufer nicht bewohnbar machen. Das wäre etwa der Fall, wenn einem Mieter im Grundbuch ein Nießbrauchrecht zugesichert ist.

Mit welchen juristischen Folgen müssen Verkäufer rechnen?

Laut § 437 Nr. 1 BGB steht dem Käufer beim Auftreten von Mängeln, die der Verkäufer ihm verschwiegen hat eine Nacherfüllung zu. Dies gilt nicht für offene Mängel wie etwa ein großes Loch im Dach. Hier wird davon ausgegangen, dass der Käufer diesen gut sichtbaren Schaden bei der Besichtigung wahrgenommen und die Immobilie in diesem Wissen gekauft hat. Eine Ausnahme besteht, wenn der Verkäufer im Kaufvertrag eine Garantie gewehrt hat – etwa die sofortige Nutzung der Immobilie, die mit einem Loch im Dach wohl kaum möglich ist – dann muss der Verkäufer für Schadensersatz sorgen.

Bei versteckten Mängeln an der Bausubstanz hingegen muss der Verkäufer mitunter für eine Nacherfüllung sorgen, wenn die Mängel schon länger bestanden. Theoretisch ist es nach § 439 BGB auch möglich als Ersatz eine gleiche Sache zu liefern – bei Immobilien ist das jedoch wohl kaum möglich. Sorgt der Verkäufer weder für eine gleiche Sache noch für eine Nacherfüllung hat der Käufer das Recht, vom Kaufvertrag zurückzutreten (§ 440 BGB) oder den Kaufpreis zu senken (§ 441 BGB).

Wie können Verkäufer sich vor der Mängelhaftung schützen?

Nun ist es natürlich nicht immer so, dass Verkäufer von den Mängeln an ihrer Immobilie wissen und diese mutwillig verschweigen. Lässt sich also kein Verkauf tätigen, ohne zu befürchten, später noch einmal zur Verantwortung gezogen zu werden? Ganz so schlimm ist es nicht. Verkäufer können sich durch bestimmte Klauseln im Vertrag von der Haftung für nach Vertragsabschluss auftretende Sachmängel freimachen. Das gilt allerdings nur für Mängel, die beiden Parteien vor Vertragsabschluss nicht bekannt waren. Hat der Schornsteinfeger die Mängel am Dach schon vor dem Eigentümerwechsel festgestellt und dem Verkäufer mitgeteilt, lässt sich dies in einem möglichen Rechtsstreit leicht nachweisen.

Bekannte Mängel zu verschweigen ist also keine kluge Option. Stattdessen ist es ratsam, sie schriftlich im Kaufvertrag festzuhalten, um sich vor einer späteren Haftung zu schützen. Deshalb ist eine professionelle Werteinschätzung durch einen Experten so wichtig. So erfahren Eigentümer nicht nur den Realwert ihrer Immobilie, sie bekommen auch eine Übersicht über alle Mängel am Haus, die sie im Kaufvertrag aufführen können.

Zudem verjähren die Käuferansprüche beim Immobilienkauf laut § 438 BGB nach fünf Jahren. Verkäufer müssen also nicht befürchten, nach etlichen Jahren auch für frische Schäden haftbar gemacht zu werden.

Sie benötigen ein professionelles Gutachten für den Verkauf Ihrer Immobilie oder sind sich bei Formulierungen im Kaufvertrag unsicher? Kontaktieren Sie uns jetzt ganz unverbindlich. Wir unterstützen Sie gerne.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: © vicnt2815/Depositphotos.com

Immobilie im Alter: Verkaufen oder vermieten?

Vor vielen Jahren haben Sie sich den Traum vom Eigenheim mit großem Garten und einem eigenen Zimmer für jedes Kind erfüllt. Damals passte die Immobilie perfekt zu Ihren Bedürfnissen – heute sieht das anders aus. Doch was passiert nun mit dem viel zu großen Haus? Verkaufen oder doch lieber vermieten?

Wenn die Kinder aus dem Haus sind oder wenn die Rente kurz bevorsteht, beginnen viele ältere Leute, sich Gedanken um die Zukunft zu machen. Nicht wenige fassen über kurz oder lang den Entschluss, das Eigenheim zu verlassen, um den Lebensabend in einer altersgerechten Wohnung zu verbringen. Neben der Frage, wie man eine solche findet, stellt sich außerdem die Frage, was nun mit der alten Immobilie passiert. Sind Sie wirklich bereit, sich für immer vom geliebten Heim zu trennen oder wollen sie lieber vermieten, um die Immobilie später an Ihre Kinder zu vererben. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Immobilie im Alter verkaufen

Die Vorteile liegen zunächst einmal auf der Hand. Durch den Verkauf der Immobilie bekommen Sie sofort eine große Geldsumme. Die können Sie in eine altersgerechte Wohnung reinvestieren. Außerdem lassen sich Geldbeträge wesentlich unkomplizierter als Immobilien vererben – schließlich lassen sie sich einfacher unter den verschiedenen Erben aufteilen. Außerdem verkaufen Sie mit dem Haus auch alle Pflichten.

Allerdings fällt es vielen Menschen schwer, sich endgültig vom geliebten eigenen Heim zu trennen. Viele Eltern erhoffen sich schließlich, dass später einmal die eigenen Kinder in die Immobilie einziehen. Besteht diese Möglichkeit, ist eine Vermietung in der Zwischenzeit eventuell die bessere Option.

Immobilie im Alter vermieten

Durch die Vermietung Ihrer Immobilie können Sie sich mitunter die monatliche Rente wesentlich aufbessern. Zudem bleibt die Immobilie in Ihrem Besitz und kann so später an Ihre Kinder gehen. Hinzukommt, dass der Wert von Immobilien sich aktuell in vielen Regionen steigert. Selbst, wenn Ihre Kinder sich später entscheiden, die Immobilie zu verkaufen, könnten sie damit also mehr Gewinn erzielen, als Sie heute.

Doch mit dem Besitz gehen auch einige Pflichten einher. Als Vermieter sind Sie für die Instandhaltung der Immobilie zuständig. Fällt die Heizung aus, gibt es einen Rohrbruch oder gar Probleme mit dem Dach, müssen Sie sich um die Reparatur kümmern und diese bezahlen. Damit können sich die Einnahmen aus der Vermietung mitunter reichlich schmälern.

Eine Vermietung sollte daher – genau wie ein Verkauf – gut durchdacht sein. Beides ist zeitaufwendig und sollte im Idealfall in die Hände eines Profis gelegt werden. Entscheiden Sie sich für den Verkauf oder die Vermietung mit Makler, kann dieser sich außerdem direkt auf die Suche nach einem neuen Zuhause für Sie machen. Oftmals haben Makler bereits passende Miet- oder Kaufobjekte in Ihrer Datenbank und können so für einen reibungslosen Übergang vom alten ins neue Heim sorgen.

Sie wollen sich im Alter von Ihrer Immobilie trennen, wissen aber noch nicht, welche Option die beste für Sie ist? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich zu Ihren Optionen.

Copyright: Syda_Productions / Depositphotos.com

Zahl des Monats

99 %

 

Für 99 Prozent der Bundesbürger sind zwei Punkte beim Wohnen besonders wichtig: 1. Behaglichkeit und Wohngefühl. 2. Lage und Umgebung. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Baufinanzierers interhyp. Mit der der Behaglichkeit und dem Wohngefühl Ihres Zuhauses sind auch 85 Prozent der Deutschen zufrieden. Und auch 84 Prozent sind glücklich mit der Lage und Umgebung ihrer Immobilie.

Die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten ist für 96 Prozent wichtig und 79 Prozent sind damit auch zufrieden. Beim Blick aus dem Fenster Natur zu sehen und in der Nähe von Natur zu wohnen, spielt für 94 Prozent der Befragten eine große Rolle. 84 Prozent sind mit ihrer naturnahen Lage ihres Zuhauses zufrieden. Und den schönen Ausblick aus dem Fenster können 70 Prozent genießen. Ebenso legen 91 Prozent viel Wert auf die Nachbarschaft. Und tatsächlich haben 71 Prozent der Bundesbürger ein gutes Verhältnis zu ihren Nachbarn.

 

 

 

Foto: © VitalikRadko/Depositphotos.com

Die WEG-Reform soll kommen. – Was wird sie bringen?

Trotz einiger Anpassungen stammt unser derzeitiges Wohnungseigentumsgesetz (WEG) noch von 1951. Höchste Zeit also für eine Reform. Es soll praxisnäher und den modernen Lebensverhältnissen angepasst werden. Bis Ende des Jahres soll der Gesetzentwurf kommen. Doch was würde sich ändern?

Viele Eigentümer und Verwalter von Immobilien bemängeln, dass das WEG in seiner jetzigen Form nicht mehr zeitgemäß ist. Zum Beispiel Elektro-Auto-Ladesäulen: Wo und wie werden sie installiert? Durch wen? Wer entscheidet darüber? Und wer bezahlt es? Bereits im August hat die Arbeitsgruppe von Bund und Ländern ihren Abschlussbericht mit zahlreichen Vorschlägen für Änderungen zur WEG-Reform vorgelegt. Im Oktober hat der Bundesrat einen Entwurf eines Gesetzes beschlossen. Die wichtigsten Vorschläge sind folgende:

Die Beschlussfassung für bauliche Veränderungen soll erleichtert werden. Um beispielsweise barrierefreien Umbau, Maßnahmen zum Einbruchsschutz oder die Einrichtung von Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge umzusetzen, sollen künftig keine einstimmigen Beschlüsse mehr nötig sein. Eine einfache Mehrheit soll dann genügen.

Auch das Beschlussfähigkeitsquorum für Eigentümerversammlungen soll aufgehoben werden. In der Praxis ist es oft so, dass das Beschlussfähigkeitsquorum bei Erstversammlungen insbesondere in größeren Gemeinschaften oder in Gemeinschaften mit vielen auswärtigen Wohnungseigentümern oftmals nicht erreicht wird. Deshalb soll künftig nicht mehr die Hälfte der Miteigentumsanteile vertreten sein müssen.

Zudem soll das Prozedere auch digitaler werden. So sollen Verwalter außerordentliche Versammlungen auch beispielsweise per E-Mail einberufen können. Aber auch den Eigentümern soll die Möglichkeit eingeräumt werden, mit elektronischen Kommunikationsmitteln an Versammlungen teilzunehmen, also nicht mehr physisch anwesend sein zu müssen.

Außerdem sollen die Verwalter die Befugnis erhalten, Maßnahmen selbst zu entscheiden, die eine Versammlung der Eigentümer nicht erfordern. Damit sollen die Entscheidungswege für die Durchführung von Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zeitlich verkürzt und organisatorisch vereinfacht werden.

Da die Reformvorschläge insgesamt eine deutliche Kompetenzerweiterung des Verwalters nach sich ziehen, soll auch ein Sach- und Fachkundenachweis für WEG-Verwalter eingeführt werden.

Der Abschlussbericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe schlägt zudem noch weitere Änderungen vor, die die Wohnungseigentümergemeinschaften flexibler und die Verwaltung von Immobilien effizienter gestaltet sollen. Immobilienexperten begrüßen die Reformvorschläge.

Möchten Sie wissen, was die WEG-Reform für Sie bedeutet? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern. Möchten Sie wissen, was die WEG-Reform für Sie bedeutet? Kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie die Seite ivd.net

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © kasto/Depositphotos.com

Immobilienverrentung: Lohnt sie sich für Käufer?

Die Immobilienverrentung ist eine attraktive Möglichkeit für Senioren weiterhin in der eigenen Immobilie zu wohnen und dabei noch eine monatliche Immobilienrente zu bekommen, um sich den persönlichen Lebensstandard zu erhalten. Diese Aussicht erweckt bei vielen Begeisterung und dennoch fragt sich manch einer, wer da denn überhaupt als Käufer in Frage kommen könnte?   

Den richtigen Zeitpunkt erwischen

Die Immobilienverrentung lohnt sich besonders, wenn man sich die aktuelle Entwicklung des Immobilienmarktes vor Augen führt. In den meisten Regionen in Deutschland sind die Immobilienpreise stetig am Wachsen und so kann die Immobilienverrentung als Gelegenheit wahrgenommen werden, eine Immobilie jetzt schon zu einem viel niedrigeren Preis als in zehn oder zwanzig Jahren zu erwerben. Gerade bei Einfamilienhäusern in Metropolen ist es sinnvoll, bereits jetzt zuzuschlagen. Da der Wohnraum in Metropolen immer knapper wird, kommt es gegenwärtig kaum noch zum Bau von Einfamilienhäusern. Damit möglichst viele Menschen auf einem Grundstück ihr Zuhause finden, wird verstärkt auf Mehrfamilienhäuser gesetzt. Wenn nun Einfamilienhäuser in den Metropolen immer seltener werden, ist es sinnvoll bereits jetzt den Deal zu machen.

Immobilienerwerb ohne Bankenfinanzierung

Eine Immobilienverrentung ist vor allem dann für Käufer interessant, wenn sie nicht selbst in die Immobilie einziehen wollen, sondern sie als Kapitalanlage erwerben. Je nachdem wie hoch die Einmalzahlung und die monatlichen Rentenzahlungen sind, kann darauf verzichtet werden, die Finanzierung durch eine Bank in Anspruch zu nehmen.

Mieter auf die man sich verlassen kann

Die bisherigen Eigentümer der Immobilie werden zu den neuen Mietern, denen man sein Vertrauen schenken kann. Sie werden die Immobilie weiterhin in einem guten Zustand erhalten und der Käufer muss keine Leerstände und die damit einhergehenden Verluste befürchten. Da das Mietermanagement viel Arbeit bedeuten kann, können Käufer den nächsten zehn oder fünfzehn Jahren, in denen sie ihre zuverlässigen Mieter haben, entspannt entgegensehen.

Wie geht es nach der Verrentung weiter?

Was nach der Verrentung passiert, ist eine individuelle Entscheidung des Käufers. Der Käufer sollte wissen, dass er in dem Fall eines zeitlich unbegrenzten Wohnrechts nicht voraussehen kann, wann er entweder selbst in die Immobilie einziehen, sie vermieten oder wann er sie weiterverkaufen kann. Viel häufiger wird die Immobilie jedoch erworben, um sie als späteren Wohnsitzt für die eigenen Kinder zu nutzen oder um sie weiterzuvermieten.

Ein lokaler Profi-Makler kann in jedem Fall dabei helfen, den richtigen Anleger für den richtigen Rentner zu finden. Beide Parteien zufrieden zu stellen ist eine Herausforderung, für die sich am besten ein Immobilienmakler mit seiner Expertenerfahrung eignet.

Möchten Sie Ihre Immobilie verrenten und sind sich nicht sicher, wer als Käufer in Betracht kommt? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie gerne.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © olly18/Depositphotos.com

Wo und wie soll ich meine Immobilie inserieren?

Will man seine Immobilie verkaufen, kommt zuallererst die Frage auf, wie man potenzielle Käufer davon wissen lässt, dass die eigene Immobilie jetzt zum Verkauf steht. Lohnt sich ein Zeitungsinserat oder sollte man es ausschließlich über Online-Inserate versuchen? Welche Informationen sollte man veröffentlichen und ist es nicht vielleicht sinnvoller, einen erfahrenen Makler hinzuzuziehen? In jedem Fall erfordert ein Immobilieninserat, das durch seine Professionalität überzeugt, viel Arbeit, hat aber andererseits den Vorteil, dass Sie sich so viel Zeit sparen können und am effektivsten beim Verkauf Ihrer Immobilie handeln können.    

Portale im Internet, in denen Immobilienverkäufer kostengünstig ihre Objekte inserieren, sind inzwischen in einer Fülle zu finden und werden von den meisten Inserenten im Vergleich zum klassischen Zeitungsinserat bevorzugt. Die Vorteile von Online-Portalen sind offensichtlich. Die Kosten können niedriger gehalten werden und die Laufzeit ist deutlich länger. Verkäufer können zudem auch die Verlinkung zu ihrem Inserat in sozialen Netzwerken verbreiten und so noch mehr Interessenten erreichen. Aber auch um ein erfolgreiches Online-Inserat zu veröffentlichen, muss man viele Punkte beachten.

Die richtige Zielgruppe ansprechen

Machen Sie sich zunächst einmal Gedanken darüber, welche Zielgruppe Sie mit Ihrem Inserat ansprechen wollen. Wer sind diejenigen, die Interesse an Ihrem Objekt besitzen könnten? Sind es vielleicht junge Familien oder gut situierte Singles? Verfassen Sie Ihr Inserat in einer Schreibweise, die Ihrer Zielgruppe gerecht wird und heben Sie gerade die Merkmale Ihres Objektes besonders hervor, die es für eine bestimmte Zielgruppe attraktiv machen könnten.

Die Informationen zu Ihrem Objekt

In keinem Fall dürfen sie Eckdaten wie Preis, Lage, Größe und Zimmerzahl außer Acht lassen. Je detaillierter Sie in der Beschreibung Ihrer Immobilie vorgehen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Interessent auch tatsächlich angesprochen fühlt. Fehlen dürfen auch keine Informationen zur Ausstattung- also Einbauküche, Bad und Bodenbelag. Ein Inserat ohne Fotos ist zumeist wenig wert. Nur wenige Kaufinteressenten schenken einer Immobilie Aufmerksamkeit, die sich nicht durch Bilder präsentieren kann. Genau so verhält es sich mit dem Grundriss. Als potenzieller Käufer ist es besonders wichtig, sich vorab eine Vorstellung von der Aufteilung des Wohnraumes zu machen. Sie sollten auch Angaben zur Energieeffizienz machen und die Umgebung des Objektes anpreisen. Ist die Immobilie gut an Arztpraxen, Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln angeschlossen oder befindet sie sich in der Nähe zu Grünflächen? Dies sind alles wichtige Informationen, die für potenzielle Interessenten eine wesentliche Rolle spielen. Ein gelungenes Exposé ist schließlich die Visitenkarte Ihres Objektes.

Selbst inserieren oder Makler beauftragen?

Die Entscheidung, ob man seine Immobilie selbst inserieren soll oder einen professionellen Makler mit dem Inserat und dem Verkauf beauftragen sollte, muss jeder individuell treffen. Dabei sollte es aber nicht um die Frage gehen, ob es einem gelingt, seine Immobilie eigenständig zu verkaufen, sondern um die Frage, wie es einem gelingt, seine Immobilie zum höchsten Preis zu verkaufen. Ein Experte kann einen dabei in vielerlei Hinsicht unterstützen und seine Erfahrung und seine Präsenz verkaufsfördernd einbringen. Für all seine Leistungen wird er nur im Erfolgsfall ein Honorar erhalten, was ein weiteres Argument dafür ist, das Inserieren und den Verkauf einem Profi zu überlassen.

Sie möchten Ihre Immobilie professionell inserieren und verkaufen, wissen aber nicht wie Sie dabei richtig vorgehen sollen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © bruce mars/pexels.com

Zahl des Monats

25

25 kWh/(m²*a), also 25 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, zeichnet den niedrigsten und damit energieeffizientesten Wert (A+) auf Deutschen Energieausweisen aus. Er stellt das Minimum für den Endenergiebedarf sowie den Primärenergiebedarf eines Hauses dar. Das heißt: Ist der Wert höher als 25, so ist die Energieeffizienz niedriger. Die Skala reicht dabei von 0 (Energieeffizienzklasse A+) bis 250 (Energieeffizienzklasse H).

Der Endenergiebedarf eines Neubaus beispielsweise liegt in der Regel bei 50 kWh/(m²*a). Damit befinden sich Neubauten an der Grenze der Energieeffizienzklassen A und B. Der Durchschnittsverbrauch deutscher Wohngebäude liegt laut Verbraucherzentrale bei 160 kWh/(m²*a) und damit leider zwischen den Energieeffizienzklassen E und F.

 

 

Foto: © alexraths/Depositphotos.com

Immobilienwert ermitteln mit dem Ertragswertverfahren

Wissen Sie, wie viel Ihre Immobilie aktuell wert ist? Um den Wert einer Immobilie zu ermitteln gibt es unterschiedliche Verfahren. Dabei ist es von der Immobilie abhängig, nach welchem Verfahren der Wert der Immobilie ermittelt wird. Lesen Sie hier, ob für Ihre Immobilie das Ertragswertverfahren das richtige ist.

Das Ertragswertverfahren richtet sich – wie der Name schon sagt – nach dem Ertrag, den eine Immobilie abwirft. Dieser wird auch Rohertrag genannt. Damit sind alle nachhaltig erzielbaren Mieteinnahmen gemeint. Allerdings geht es hier um die ortsüblichen Mieten und nicht um die Ist-Mieten.

Es geht also darum, wie viel Gewinn ein Käufer mit der Immobilie erzielen kann. Deshalb wird das Ertragswertverfahren in der Regel unter anderem bei Mehrfamilienhäusern, Büro- und Geschäftshäusern, Einkaufszentren, Parkhäusern und Logistikflächen angewandt.

Bei diesem Verfahren werden der Wert des Grundstücks und der Wert der baulichen Anlagen getrennt berechnet. Ausschlaggebend sind hier – wie bereits gesagt – die Mieteinahmen. Von diesen werden die sogenannten Bewirtschaftungskosten, also die Kosten für Verwaltung, Instandhaltung und mögliche Mietausfälle abgezogen. Aus diesem Wert und dem Wert des Grundstücks ergibt sich anschließend der Gesamtertragswert der Immobilie.

Allerdings wird zwischen dem sogenannten vollständigen Ertragswertverfahren und dem einfachen Ertragswertverfahren unterschieden. Beim vollständigen Ertragswertverfahren wird die Bodenwertverzinsung in die Rechnung mit einbezogen. Die Bodenwertverzinsung wird mit dem Vergleichswertverfahren ermittelt. Dafür wird der lokale Liegenschaftszinssatz aus den Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse herangezogen.

Beim einfachen Verfahren werden der Grundstückswert und die daraus resultierende Bodenwertverzinsung nicht berücksichtigt. Sondern hier geht es ausschließlich um den Wert der auf dem Grundstück errichteten Immobilie zur Ermittlung des Verkehrswertes.

Der Wert des Bodens unterliegt natürlich Schwankungen. Der Wert des Gebäudes dagegen sinkt aber alters- und abnutzungsbedingt tendenziell. Das bedeutet also, dass sich die Miete zwangsläufig reduziert, wenn nicht kontinuierlich in ein Gebäude investiert wird.

Wie beim Vergleichs- und Sachwertverfahren können bestimmte Umstände und Gegebenheiten eintreten, die den Verkehrswert mindern oder erhöhen. Das heißt also: ein frisch saniertes Mehrfamilienhaus, bei dem die Aussichten auf hohe Mieteinnahmen nicht schlecht stehen, ist nicht vergleichbar mit einer Immobilie, bei der Fassade, Heizung oder Dach erneuert werden müssen.

Sie möchten wissen, wie viel Ihre Immobilie wert ist und ob das Ertragswertverfahren die richtige Methode ist, um den Wert Ihrer Immobilie zu ermitteln? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © AnnaTkach/Depositphotos.com

Das junge Deutschland liebt die Stadt

Das Leben auf dem Land wird immer älter und die Städte Deutschlands explodieren mit jungen zugezogenen Menschen. So die aktuelle Bilanz. Bis in die Mitte der 2000er war es noch genau andersherum: Die Menschen in den ländlichen Regionen waren im Durchschnitt jünger als die Stadtbewohner. Doch seit einigen Jahren werden die Großstädte quasi von jungen Menschen überlaufen. Das sorgt teils für Wohnraummangel in den Metropolen und Strukturprobleme auf dem Land.

Das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat eine Studie veröffentlicht, bei der die Forscher die Binnenmigration verschiedener Altersgruppen der Jahre 2008 bis 2014 (soll heißen, die Umzüge innerhalb Deutschlands über die Landesgrenzen hinweg) untersuchten. Die Forscher beschäftigten sich mit mehr als 400 Landkreisen und analysierten dabei nicht nur den Umfang dieser Umzugswelle, sondern auch die primären Faktoren, die für die Umzugsentscheidung verantwortlich waren.

Als Konsequenz lässt sich sagen, dass durch die vermehrten Umzüge vom Land in die Stadt eine demografische Ungleichheit entsteht, die wahrscheinlich auch in der Zukunft weiter anwachsen wird. Aktuelle Zahlen bestätigen diese Vermutung. In den letzten sieben Jahren zogen circa 250.000 mehr Menschen in Deutschland in die Stadt als aus ihr weg. Dies führt nun zu einer ansteigenden Verlustproblematik auf dem Land.

Besonders gravierend ist diese Thematik bei der Altersgruppe der 18- bis 29-jährigen. Von ihnen zogen fast 460.000 Deutsche mehr in die Stadt als aufs Land. Die Gründe sind genauso vielfältig wie einleuchtend. Junge Menschen möchten sich vom Elternhaus abgrenzen, neues kennenlernen und suchen sich Universitäten und Ausbildungsplätze in Großstädten, die bessere Karrierechancen bieten.

Anders sieht es bei den über 30-Jährigen aus. Von ihnen zogen einige mehr auf das Land und so von der Stadt weg. Die Gründe sind die typischen, wie berufliche Veränderung, familiäre Entscheidungen oder hin zum Eigenheim und weg von der Mietwohnung in der Stadt. Allerdings wechseln deutlich weniger über 30-Jährige Ihren Wohnort als es bei den 18- bis 29-Jährigen der Fall ist. Die machen mit 43 Prozent den Großteil der innerdeutschen Migrationen aus.

Messbare Größen des Umbruchs

Faktor Lohnhöhe:

Junge Menschen ziehen gerne dorthin, wo sie auch gut verdienen. In großen Städten werden sie laut Statistiken auch besser bezahlt.

Faktor Arbeitslosigkeit:

Dieser Punkt ist laut Forschungsergebnissen eher der Grund einen Ort zu verlassen, ein Standort mit einer hohen Arbeitslosenrate wird direkt vermieden oder man zieht weg. Interessanterweise spielt dies bei den über 50- jährigen keine Rolle mehr.

Faktor Wohnkosten:

Im Schnitt hat dieser Faktor den wenigsten Einfluss auf die Gruppen der umziehenden Deutschen. Am ehesten wirkt er sich auf die 30- bis 49- jährigen aus. Gründe sind hier meist Familienwachstum und daher der benötigte Mehrwohnraum.

Das zu ziehende Fazit dieser Studie und der Erfahrungswerte der letzten Jahre ist also, dass das Land zunehmend unattraktiver für junge Menschen wird und die Großstädte immer begehrenswerter. Es lässt sich also annehmen, dass auch in naher Zukunft die Welle der Zuziehenden in die Städte anhalten wird. Ergo es wird mehr Wohnraum benötigt, was Städte wie Berlin, München und Hamburg besonders zu spüren bekommen.

Möchten Sie wissen, welchen Einfluss die Abwanderung in die Städte auf den Wert Ihrer Immobilie hat? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern und bewerten Ihre Immobilie kostenlos.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © Creativemarc / Depositphotos.com

Hilfe, niemand will meine Erbimmobilie kaufen!

Erbimmobilie

Immobilien machen einen Großteil des Gesamtwertes von Erbschaften in Deutschland aus. Doch nicht jedes Immobilienerbe verspricht plötzlichen Reichtum. Oftmals befinden Erbimmobilien sich in einem schlechten Zustand und sind nur schwer verkäuflich. Sanierung und Abriss sind teuer und dann ist da auch noch die lästige Erbschaftssteuer. Was nun?

In der Immobilie gibt es keine Zentralheizung, weder Dach noch Wände sind nach neusten Standards gedämmt und der Keller ist feucht: Auch in nachfragestarken Regionen ist es schwierig, für eine solche Immobilie einen Käufer zu finden und auch für den Eigennutz würden Sanierungskosten im fünf- bis sechsstelligen Bereich auf den Eigentümer zukommen.

Wie viel ist die Erbimmobilie noch wert?

Zunächst einmal ist es wichtig, dass Sie einschätzen können, wie viel Ihre Immobilie in ihrem aktuellen Zustand überhaupt wert ist. Zwar erstellt auch das Finanzamt ein Wertgutachten, dabei werden allerdings keine individuellen Merkmale der Immobilie berücksichtigt. Deshalb sollten Sie sich an einen lokalen Immobilienexperten wie einen Makler wenden, der den Wert Ihrer Immobilie ermittelt unter Berücksichtigung aller Besonderheiten. Ist die Immobilie wenig wert, fällt auch die Erbschaftsteuer dementsprechend niedrig aus. Je nach Verwandtschaftsgrad zum Erblasser ist es sogar wahrscheinlich, dass Sie überhaupt keine Erbschaftssteuer zahlen müssen.

Lohnt es sich, das Erbe auszuschlagen?

Stellt sich heraus, dass das Erbe dennoch aller Voraussicht nach mit Verlusten für Sie einhergehen wird, haben Sie außerdem die Möglichkeit, die Erbschaft bis zu sechs Wochen ab Kenntnis des Erbfalls auszuschlagen. Allerdings können Sie nur die komplette Erbschaft ausschlagen und nicht nur die Immobilie. Gehören also auch weitere wertvolle Immobilien oder andere Wertgegenstände zum Erbe, ist dieser Schritt nicht zu empfehlen.

Sanieren oder abreißen?

Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Immobilie zu verkaufen, ist es ratsam gut abzuwägen, ob es sich lohnt, diese vorher noch einmal aufzuwerten oder ob sie gar einen besseren Preis erzielen können, wenn Sie die Immobilie abreißen lassen und nur das Baugrundstück verkaufen. Beide Varianten verursachen jedoch bereits vor dem Verkauf hohe Kosten und sind somit nicht für jeden umsetzbar.

Wer die Immobilie in ihrem Ursprungszustand verkaufen möchte, muss mit einer etwas längeren Verkaufszeit als im Normalfall rechnen. Trotzdem finden sich auch für schlecht erhaltene Gebäude noch Käufer. Viele Leute suchen nach sanierungsbedürftigen Immobilien, um diese selbst aufzuwerten oder sind für das Grundstück in begehrter Lage bereit, die Abrisskosten selbst zu übernehmen. Wichtig ist es jedoch in jedem Fall, dass Sie sich mit den gesetzlichen Rahmenbedingen eines Immobilienverkaufs auseinandersetzen. So brauchen Sie beispielsweise in jedem Fall einen Energieausweis. Auch ist es nicht gestattet, Mängel an der Immobilie bewusst zu verschweigen.

Da eine sanierungsbedürftige Immobilie nur eine kleine Zielgruppe anspricht, ist es außerdem sinnvoll, den Verkauf nicht auf eigene Faust zu stemmen, sondern sich Hilfe bei einem lokalen Profi-Makler zu suchen. Der weiß nicht nur, wie er den geeigneten Käufer findet, er hat auch die rechtlichen Aspekte des Verkaufs im Blick und weiß mit welchen kleineren Sanierungen und Reparaturen Sie mehr aus Ihrer Immobilie herausholen können.

Sie haben eine sanierungsbedürftige Immobilie geerbt und brauchen eine Beratung zu Ihren Möglichkeiten oder eine Werteinschätzung? Kontaktieren Sie uns jetzt. Wir beraten Sie ganz unverbindlich.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Foto: wernerimages / Depositphotos.com

Wenn Sie im Alter umziehen – Was passiert mit Ihren Möbeln?

Vielen Senioren ist im Alter Ihr Haus zu groß. Die Kinder wohnen inzwischen mit der eigenen Familie woanders. Und weil der Gang die steile Treppe hinauf zu den alten inzwischen ungenutzten Kinderzimmern immer anstrengender wird, überlegen Senioren in eine kleinere und altersgerechte Wohnung zu ziehen. Häufig müssen sie sich dann auch von Möbeln wie der großen Schrankwand oder der langen Eck-Couch trennen. Doch wie kann man dabei noch das Beste herausholen?

Wie verkaufe ich meine Möbel am besten?

Nicht alle alten Möbel müssen in einen Container. Inzwischen gibt es Sammler für fast alle Möbelstücke. Mit etwas Glück zahlt Ihnen ein Antiquariat vielleicht sogar mehr, als Sie damals beim Kauf bezahlt haben. Über Online-Auktionen oder -Kleinanzeigen haben Sie gute Möglichkeiten, den passenden Interessenten zu finden.

Aber statt Online-Verkauf können Sie sich auch an einen Trödelhändler wenden. Er kommt zu Ihnen nach Hause – das spart Ihnen Zeit und Mühe. Wahrscheinlich versucht er aber, den Preis sehr nach unten zu verhandeln. Überprüfen Sie also, ob es ein seriöser Trödelhandler ist. Außerdem wissen Sie im Idealfall schon, wie viel Ihr Möbelstück wert ist.

Verschenken oder spenden?

Wenn Sie mit Ihren Möbeln keinen Gewinn machen möchten und sie in guten Händen wissen wollen oder sie jemandem geben möchten, der sie braucht, bietet sich verschenken oder spenden an. Vielleicht finden Sie schon in Ihrem Bekanntenkreis jemanden, der Interesse an Ihren guten Stücken hat. Andernfalls können Sie sich an eine Spendenorganisation wenden. Beim DRK oder bei der Agentur für Arbeit finden Sie Informationen zu Organisationen in Ihrer Nähe.

Es kommt auch nicht darauf an, ob Ihre Möbel noch in perfektem Zustand sind. Was Sie für wertlos halten, ist für andere vielleicht ein kleiner Schatz. Einige junge Leute kaufen günstige alte Möbel, um sie wiederherzurichten und ihnen einen modernen Anstrich zu verpassen. „Upcycling“ nennt sich das. Um diese Zielgruppe direkt anzusprechen, können Sie „Upcycling“ in Ihrer Beschreibung nutzen.

Entrümpelung Ihrem Käufer überlassen.

Wenn Sie sich mit dem Käufer einigen, dass er Ihre Möbel übernimmt, können Sie das in den Kaufvertrag aufnehmen. Ihr Käufer entscheidet dann, was mit den Möbeln geschieht. Das kann sich für beide Seiten lohnen. Ihr Käufer erhält kostenlos Möbel und Sie haben keine weitere Arbeit damit. Würde der Käufer sich um die Entrümpelung kümmern, können Sie auch den Kaufpreis etwas nach unten anpassen.

Ihr Umzugsunternehmen übernimmt die Entrümpelung.

Manche Umzugsunternehmen übernehmen auch Entrümpelungen. Zwar sparen Sie hier keine Kosten, jedoch nimmt das Umzugsunternehmen Ihnen die Arbeit ab und es wird alles am Umzugstag erledigt.

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen und sind sich noch nicht sicher, was Sie mit Ihren Möbeln machen können? Wir beraten sie gerne über Ihre individuellen Möglichkeiten.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © VitalikRadko/Depositphotos.com

Immobilienpreisanstieg in Europa: Deutschland liegt nur im Mittelfeld

Die Preise für Immobilien steigen nach wie vor. Doch wie lange noch? Nachdem jahrelang die Preise anzogen, sehen nun einige Experten in Deutschland erste Anzeichen einer Immobilienpreisblase. Doch vergleicht man die Preisanstiege für Immobilien in Deutschland mit denen in anderen Ländern Europas, so liegt Deutschland bei weitem nicht an der Spitze.

Eine Analyse des Baufinanzierers Dr. Klein ergab, dass die Preise für Immobilien seit 2015 um 14 Prozent gestiegen sind. Im Vergleich dazu: Ungarn – hier stiegen die Preise allein in diesem Jahr um 14 Prozent, laut Analyse von Eurostat. Im Eurostat-Vergleich liegt Ungarn somit auf Platz eins der Preissteigerungen für Immobilien in Europa.

Durchschnittlich stiegen die Preise für Immobilien in Europa um 4,2 Prozent. Das ergab ein Vergleich der Immobilienpreise im zweiten Quartal 2019 mit denen des zweiten Quartals 2018. Das Preiswachstum in Deutschland in diesem Zeitraum betrug 5,2 Prozent. Somit liegt Deutschland etwas über dem europaweiten Durchschnitt. Innerhalb Deutschlands jedoch gab es erhebliche Unterschiede bei den Preissteigerungen. Während zum Beispiel in Berlin die Preise für Wohnungen – laut Dr. Klein – um 9,3 Prozent gestiegen sind, stiegen sie für Häuser um 12 Prozent.

Obwohl die Preise für Immobilien in Ungarn so stark stiegen, sind die Immobilien dort immer noch günstiger als in Deutschland. Laut einer Studie der Beratungsfirma Deloitte zahlt man in Ungarn für eine Wohnung pro Quadratmeter durchschnittlich 1.323 Euro. In Deutschland dagegen liegen die Preise pro Quadratmeter für eine Wohnung mit durchschnittlich 3.405 Euro mehr als doppelt so hoch. Vergleicht man aber die Einkommen in Ungarn und Deutschland, so gleicht sich dieser Unterschied wieder aus. Denn während Immobilienkäufer in Deutschland etwa fünf Bruttojahreseinkommen für den Immobilienkauf ausgeben müssen, müssen die Ungarn etwa acht Bruttojahreseinkommen aufbringen.

Besonders in osteuropäischen Ländern zog das Preiswachstum an. Neben Spitzenreiter Ungarn stiegen die Preise in Kroatien um 10,4 Prozent, in Lettland um 9 Prozent und in Tschechien um 8,7 Prozent. Dennoch verzeichneten auch einige mittel- und westeuropäische Länder starke Preisanstiege. So betrug das Preiswachstum in Luxemburg 11,4 Prozent, in Portugal 10,1 Prozent und in den Niederlanden 8,3 Prozent.

Das einzige Land unter den 29 verglichenen europäischen Staaten, in denen die Preise sanken, ist Italien. Der Preisrückgang lag hier bei 0,2 Prozent. Italien spürt immer noch die weltweite Finanzkrise von 2007, die es besonders schwer traf. Seitdem sinken die Preise für Immobilien kontinuierlich.

Viele fragen sich jedoch, warum trotz der hohen Preise für Immobilien in Deutschland niemand vom Kauf abgeschreckt wird. Denn in vielen Städten geht das Wirtschaftswachstum schließlich leicht zurück. Experten vermuten, dass die derzeit niedrigen Zinsen für Kredite eine der Hauptursachen sind. Besonders kreditwürdige Immobilienkäufer können einen Zehnjahreskredit bereits mit einem Zinssatz von nur 0,4 Prozent bekommen. Somit ist sowohl für Immobilienverkäufer als auch für Immobilienkäufer im Moment eine gute Zeit.

Sie möchten wissen, wie viel Sie beim Verkauf Ihrer Immobilie dafür bekommen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto (Budapest, Ungarn): © fazon1/Depositphotos.com